Veranstaltungen im Oktober 2017                                     aktuelles Programmfaltblatt bei facebook zum Download 

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AKTUELLES 

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Charta 2017 - Zu den Vorkommnissen auf der Frankfurter Buchmesse 2017


Die Vorkommnisse auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse machen deutlich, wie widersprüchlich es in unserem Land zugeht: wie unter dem Begriff der Toleranz Intoleranz gelebt, wie zum scheinbaren Schutz der Demokratie die Meinungsfreiheit ausgehöhlt wird. 

Wenn ein Branchen-Dachverband wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Buchhandlungen und Verlage vereint, darüber befindet, was als Meinung innerhalb des Gesinnungskorridors akzeptiert wird und was nicht, wenn gar zu »aktiver Auseinandersetzung« mit missliebigen Verlagen unter Nennung ihrer Standnummer aufgerufen wird 

www.boersenverein.de/1378506/? t=newsletter_tnl

und diese dann im »Kampf gegen Rechts« beschädigt und ausgeräumt werden – dann ist unsere Gesellschaft nicht mehr weit von einer Gesinnungsdiktatur entfernt. 

Die Vorkommnisse auf der Frankfurter Buchmesse, auf der Stände von Verlagen, deren programmatische Ausrichtung der Börsenverein vorab als nicht gutzuheißendes »Gedankengut« deklarierte, zerstört wurden, passen nicht zu einer offenen und toleranten Gesellschaft und sind eines freien Geisteslebens unwürdig. 

Die Erstunterzeichner der Charta 2017 wehren sich entschieden gegen jede ideologische Einflussnahme, mit der die Freiheit der Kunst beschnitten wird. 

Wehret den Anfängen – für gelebte Meinungsfreiheit, für ein demokratisches Miteinander, für respektvolle Auseinandersetzungen!

Wir haben Buchhändler, Autoren und Publizisten gebeten, bei dieser Charta als Erstunterzeichner öffentlich aufzutreten. Unterzeichnen nun auch Sie!

Erstunterzeichner: 

Amoghli, Parviz, Autor - Baranj, Robert, Buchhändler - Bernig, Jörg, Autor - Beisswenger, Kai, Autor - Bormann, Michael, Buchhändler - Dagen, Susanne, Buchhändlerin - Drieselmann, Kristina, Stasimuseum Berlin - Drieselmann, Jörg, Stasimuseum Berlin - Drechsler, Wolfgang, Publizist -Friedrich, Jörg, Autor - Gerlich, Siegfried, Autor - Gruber, Bettina, Autorin - Hennig, Sebastian, Publizist - Hoercher, Jan, Kritiker - Klonovsky, Michael, Autor - Krause, Axel, Maler und Grafiker - Kulke, Ulli, Publizist - Lengsfeld, Vera, Publizistin - Letsch, Roger, Publizist - Maaz, Hans-Joachim, Publizist - Matussek, Matthias, Publizist - Meschnig, Alexander, Publizist - Mohr, Volker, Autor - Rachowski, Utz, Autor - Schacht, Ulrich, Autor  - Schwilk, Heimo, Publizist - Stephan, Cora, Autorin - Straub, Eberhard, Autor - Tellkamp, Uwe, Autor-  Vahlefeld, Markus, Autor - Wawrzinek, Bert, Antiquar - Wendt, Alexander, Autor

https://www.openpetition.de/petition/online/charta-2017-zu-den-vorkommnissen-auf-der-frankfurter-buchmesse-2017


In den Schaufenstern:

17. Oktober - 28. Oktober 2017 

»Die schönsten deutschen Bücher 2017. 
Ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst«


Oktober 2017:


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Montag, 16. Oktober um 20 Uhr

"Mayer ... trifft Uwe Kolbe" 

Dresden hat wieder einen Stadtschreiber. Doch dieser ist weit mehr als ein Schreiber in der Stadt. Er ist Beobachter, Entdecker, Schöpfer, Gelehrter, Lernender, Spiegelnder und Draufschauer, und das keinesfalls von oben. Der Schriftsteller Uwe Kolbe ist Lyriker, Prosaautor und Übersetzer. Er ist Aufbrecher und Wanderer und lebte hautnah deutsche Geschichte. Er traf in diesem Jahr mit Florian Mayer anlässlich einer Lesung in der Frauenkirche aufeinander. Der Worte und Töne waren bei weitem nicht genug gewechselt. Dies wird jetzt nachgeholt. Und das Publikum kann dabei sein. Zur 50. Ausgabe von "Mayer trifft..."

14/10 Euro



Mittwoch, 18. Oktober um 19 Uhr

Autorenlesung
Clemens Meyer liest aus
"Die stillen Trabanten. Erzählungen"

Ein Lokführer, der die Nachtfahrten liebt, bis ein lachender Mann auf den Schienen steht. Ein Wachmann, der seine Runden um das Ausländerwohnheim dreht und sich in die Frau hinter dem Zaun verliebt. Ein Imbissbudenbesitzer, der am Hochhausfenster steht und auf die leuchtenden Trabanten der Nacht schaut. Souverän, rauschhaft und traumwandlerisch sicher erzählt Clemens Meyer von verlorenen Schlachten und überwältigenden Wünschen. Es sind Geschichten aus unserer Zeit, so zerrissen wie unser Leben, so düster wie die Welt, so schön wie die schönsten Hoffnungen.

Clemens Meyer, geboren 1977 in Halle/Saale, lebt in Leipzig. 2006 erschien sein Debütroman ›Als wir träumten‹, es folgten ›Die Nacht, die Lichter. Stories‹ (2008), ›Gewalten. Ein Tagebuch‹ (2010), der Roman ›Im Stein‹ (2013) sowie die Frankfurter Poetikvorlesungen ›Der Untergang der Äkschn GmbH‹ (2016). Für sein Werk erhielt Clemens Meyer zahlreiche Preise, darunter den Preis der Leipziger Buchmesse. ›Im Stein‹ stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis und wurde mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. ›Als wir träumten‹ wurde 2015 von Andreas Dresen für das Kino verfilmt und lief im Wettbewerb der Biennale.

In Zusammenarbeit mit dem "Lektürezirkel der TU Dresden" vom Institut für Germanistik

8/ 6 Euro


Freitag, 20. Oktober um 20 Uhr

Autorenlesung
Guntram Vesper liest aus
"Nördlich der Liebe und südlich des Hasses"

Nach dem überragenden Erfolg des Romans FROHBURG, der mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2016 ausgezeichnet wurde, erscheint nun die gesammelte Prosa von Guntram Vesper, begleitet von einem Nachwort des Essayisten und Kritikers Helmut Böttiger.
"Nördlich der Liebe und südlich des Hasses" ist ein Buch über unser Land und unsere Zeit. Die erfundenen, erinnerten und rekonstruierten Geschichten, die Fragmente, die kurzen Romane und langen Anekdoten erzählen von Stadt und Land, von Vorstadtbewohnern und Dörflern, von Nachbarn und Verwandten, von Heimat und Fremde, Pistolen und Träumen, Idylle und Brutalität: deutsche Wirklichkeit und Wahrheit unserer Tage.
Der neue Band der Ausgabe der gesammelten Werke bietet vollständig die Texte der Bände "Kriegerdenkmal ganz hinten" und 
"Nördlich der Liebe und südlich des Hasses" sowie in größtmöglicher Vollständigkeit die verstreut veröffentlichte Prosa eines der großen Autoren unserer Zeit.

Guntram Vesper, 1941 im sächsischen Frohburg geboren, kam 1957 über Berlin in die Bundesrepublik. 1967 las er auf der letzten Tagung der Gruppe 47. Sein umfangreiches Werk umfasst Prosa, Gedichte, Essays und Hörspiele. Er lebt als Schriftsteller in Göttingen.

8/ 6 Euro


Montag, 23. Oktober um 20 Uhr

Autorenlesung
Uwe Tellkamp liest aus
"Carus-Sachen"

Im Rahmen einer Vater-Sohn Beziehung schildert in dieser Erzählung der Arzt Uwe Tellkamp Leben und Werk seines berühmten Dresdner Vorgängers Carl Gustav Carus : Mediziner, Schriftsteller, Maler und - vor allem - Naturphilospoph. 

Der Buchgestalter Andreas Töpfer bettet die Erzählung ein in sein Dresdner Skizzenbuch und macht dieses Büchlein zu einem bibliophilen Kleinod.

Uwe Tellkamp, 1968 in Dresden geboren, studierte in Leipzig, New York und Dresden Medizin und arbeitete als Arzt an einer unfallchirurgischen Klinik. 2000 erschien sein Debütroman "Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Cafe". Für seine Lyrik bereits mehrfach ausgezeichnet, erhielt Uwe Tellkamp 2004 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2008 wurde er für seinen Roman "Der Turm" mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.  Erschienen sind seither unter anderem die Bände "Reise zur blauen Stadt", "Die Uhr" und "Die Schwebebahn"

8/ 6 Euro


Mittwoch, 25. Oktober um 20 Uhr

"ZeitenBuch. Seitenweise Politik"

Markus Vahlefeld liest aus 
"Mal eben kurz die Welt retten. 
Die Deutschen zwischen Größenwahn und Selbstverleugnung"

Deutschland 2017. Seit zwei Jahren regiert die Alternativlosigkeit: Das Parlament oppositionslos, die Medien klatschend auf Kurs und eine Kanzlerin, die den Deutschen endlich die süße Medizin der „Wiedergutwerdung“ verschrieben hat. Statt um demokratische Alternativen zu ringen, den Islamismus zu bekämpfen oder den massenhaften Asylbetrug zu unterbinden, suchen die Deutschen lieber nach Abweichlern in den eigenen Reihen, die sie als Nazis beschimpfen können. 

"Ein Meilenstein für die schon lange überfällige Diskussion über die Zukunft Deutschlands und Europas" (Cora Stephan in der Jüdischen Rundschau)

Markus Vahlefeld, 1966 in Hong Kong geboren, Deutsch-Brite, aufgewachsen in Hamburg, Abitur in Washington, D.C., Studium der Philosophie in Bonn, Berlin und Barcelona, Gründer und Geschäftsführer einer Privatschule, dann Wechsel in die Filmproduktion, zuletzt in der Geschäftsführung der hr-Tochter Taunusfilm in Wiesbaden.

Seit 2003 selbständig als Produzent und Autor mit dem Schwerpunkt Wein & Genuss.
Er ist ständiger Autor auf der Achse des Guten (achgut.com). Er ist verheiratet, lebt in Köln und arbeitet in einem kleinen Weindorf im Rheinhessischen.

Im Gespräch mit Susanne Dagen

8/ 6 Euro


Freitag, 27. Oktober um 20 Uhr

Verlagsabend
Franke Verlag, Dresden

Der noch junge Franke Verlag aus der Dresdner Neustadt hat sich das 
-gute buch- auf die Fahne geschrieben.

Weg von der allzu schnelllebigen, immer hektischer werdenden Zeit mit immer neuen Reizen, u.a. eben auch mit billigen Taschenbüchern, eBüchern und einem überbordenden Markt der Beliebigkeit will der Verlag einen kleinen Kontrapunkt setzen, etwas Bleibendes schaffen, das -gute buch- für alle Sinne, modern und doch gediegen, eine Oase der Ruhe , Entspannung und der Nachhaltigkeit für den kleinen Markt der Bücherfreunde, die dieses zu schätzen wissen. 

Mit der Neuauflage von Klassikern in hochwertiger Aufmachung mit Illustrationen von jungen Künstlern in der schwarzen Reihe und der Entdeckung von noch unbekannten Autoren in der weißen Reihe will man dieser Versprechung Taten folgen lassen.

Bisher sind vier Bücher im Verlag erschienen, die am heutigen Abend den Schwerpunkt bilden werden.

Eintritt frei


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Vorschau November 2017:


Freitag, 10. November um 20 Uhr

Autorenlesung
Catalin Dorian Florescu liest aus
"Der Nabel der Welt"

Nora lässt ihre Familie hinter sich, für ein wenig Glück. Urs soll sie zum "Nabel der Welt" bringen, in sein Heimatland, die Schweiz. Es ist die einzige Chance auf ein besseres Leben für die Frau aus der rumänischen Provinz. Ein Syrer verirrt sich im Grenzland zwischen Ungarn, Serbien und Rumänien und stößt auf einen rumänischen Soldaten. Auch dieser hat das Gefühl sich verirrt zu haben und möchte ebenfalls in den Westen. Auf der Turiner Piazza della Repubblica, dem Mittelpunkt der Stadt, wo sich Arm und Reich, Migranten und Einheimische begegnen, treffen Simone, ein erfolgreicher Unternehmer, und Houcine, ein marokkanischer Dieb, aufeinander. Beide stecken fest. Der Italiener möchte die Fassade eines glücklichen Lebens aufrechterhalten, das Leben des Marokkaners ist auf die schiefe Bahn geraten. Dann macht Houcine Simone einen sehr irritierenden Vorschlag. Ein Geschichtenerzähler in einem Luxushotel in St. Moritz erlebt, wie die Hotelgäste eines Tages durch eine verstörende Begegnung aufgeschreckt werden, als die wirkliche Welt über sie hereinbricht. Und auch auf Sylt wird das ruhige Leben der Inselbewohner durch ein dramatisches Ereignis auf den Kopf gestellt. Die Welt zwischen Ost und West – und zwischen dem Norden und Süden – ist in Bewegung, in einem prekären Austausch in diesen neun Erzählungen, die zwischen 2001 und 2016 entstanden sind. Realistische und magische Geschichten zugleich, fantastisch und wirklichkeitsnah erzählt in Florescus unnachahmlich fesselndem Ton.

Catalin Dorian Florescu, geboren 1967 in Timişoara in Rumänien, lebt als freier Schriftsteller in Zürich. Er veröffentlichte die Romane "Wunderzeit" (2001), "Der kurze Weg nach Hause" (2002) und "Der blinde Masseur" (2006). Er erhielt zahlreiche Stipendien und Preise – u. a. den Anna Seghers-Preis und 2011 den Schweizer Buchpreis. Im Jahr 2012 wurde er mit dem Josef von Eichendorff-Literaturpreis für sein Gesamtwerk geehrt.

8/ 6 Euro


Montag, 13. November um 20 Uhr

"Ausgelesen und Benotet"
Buchhändlerin Susanne Dagen und Geiger Florian Mayer präsentieren ihre Lieblingsbücher in Wort und Musik

8/ 6 Euro


Freitag, 17. November um 20 Uhr

Buchpremiere 
Thomas Kunst "sag nie wieder visconti. Gedichte aus Romanen"

Der nunmehr 5. Band unserer edition "poet in residence" ist erschienen! Thomas Kunst, der diesjährige Stipendiat unseres Lyrikstipendiums präsentiert Altes und Neues, liest Prosa und Lyrik.

Eintritt frei


Sonnabend, 18. November um 19 Uhr

Endausscheid "poet in residence 2018"

Die Favoriten 

Kathrin Schmidt   Andra Schwarz   Jörg Bernig

der Jury zum Lyrikstipendium in Loschwitz stellen sich dem Publikum zur Wahl. Wählen sie mit! Wer wird "poet in residence" im nächsten Jahr?

Eintritt frei



Montag, 20. November um 20 Uhr

"Mayer trifft..." Robert-Christian Schuster" 

Die Phalanx der Holzblasinstrumente wurde in Florian Mayers Gesprächsreihe zu Unrecht sehr spärlich bedient. Nun wird sie um ein bedeutendes Element bereichert: Zum ersten Male ist mit Robert-Christian Schuster ein Fagottist zu Gast. Dieser gehört zu den regionalen Eigengewächsen seines Stammorchesters, der Dresdner Philharmonie, ein Fakt, der in der von Umbrüchen gekennzeichneten Orchesterlandschaft keine Selbstverständlichkeit mehr darstellt. Den Blick über den Tellerrand hat es jedoch stets gegeben und so stehen wichtige Engagements in ganz Europa, den USA und dem Fernen Osten in seinem Stammbuch. Engagiert ist der stellvertrende Solofagottist Robert-Christian Schuster auch über das bloße Musizieren hinaus und womöglich gibt es weitere wichtige Informationen aus dem Innenkosmos des neuen Dresdner Kulturpalastes, den die Dresdner Philharmonie seit kurzer Zeit wieder bewohnen darf. Man sollte einen beredten Abend erwarten. Duos Violine-Fagott selbstverständlich inklusive.

14/ 10 Euro


Mittwoch, 29. November um 20 Uhr

Autorenlesung 
Ines Geipel "Die Tochter des Diktators"

Ivano Matteoli, Sohn eines KP-Funktionärs, verlässt Anfang der sechziger Jahre sein toskanisches Heimatdorf gen Leningrad. Dort lernt er Bea kennen – Beate Ulbricht, das »erste Staatskind der DDR« und Tochter von Walter Ulbricht. Dies ist der Beginn einer Amour fou zwischen Ost und West, einer Liebe im politischen Geflecht zwischen Paris, Leningrad, Rom, Ost-Berlin und dem erzkatholischen Cigoli. 

Die Erzählerin Anni kennt Ivano von Kindesbeinen an. Auf den Dächern der alten Häuser ihres toskanischen Heimatdorfes haben sie beide zusammen gesessen und den Männern beim Bocciaspielen zugesehen. Auch, als es sie wegen des Studiums in unterschiedliche Himmelsrichtungen verschlägt – sie nach Paris, ihn nach Leningrad –, verfolgt Anni aus der Distanz Ivanos Liebe zu der Deutschen Beate. Deren Eltern, Walter und Lotte Ulbricht, versuchen die Ehe der beiden zu verhindern. Das gelingt nicht, aber der Preis dafür ist hoch. 

Der Autorin ist in ihrem ganz eigenen Ton ein raffinierter und kontrastreicher Roman darüber gelungen, wie das Autoritäre ins intimste Innere des Lebens eindringt. 

Ines Geipel, geboren 1960, ist Schriftstellerin und Professorin für Verssprache an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium aus Jena nach Westdeutschland und studierte in Darmstadt Philosophie und Soziologie.  
2000 war sie Nebenklägerin im Prozess gegen die Drahtzieher des DDR-Zwangsdopings. Ihr Buch »Verlorene Spiele« (2001) hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Bundesregierung einen Entschädigungs-Fonds für DDR-Dopinggeschädigte einrichtete. 2005 gab Ines Geipel ihren Staffelweltrekord zurück, weil er unter unfreiwilliger Einbindung ins DDR-Zwangsdoping zustande gekommen war. 
Ines Geipel hat neben Doping auch vielfach zu anderen gesellschaftlichen Themen wie Amok, und auch zu Nachwendethemen publiziert.

In Zusammenarbeit mit dem "Sächsischen Literaturrat e.V." im Rahmen des Projektes "Sächsischer Bücherkoffer. Buchempfehlungen"

8/ 6 Euro


Donnerstag, 30. November um 20 Uhr

Autorenlesung 
Alexander Wendt "Du Miststück - meine Depression und ich"

Im Februar 2014 liefert sich Alexander Wendt selbst in die Psychiatrie der Universität München ein. Der Grund: eine seit Jahren bestehende Depression. Als er die Klinik verlässt, weiß er, wie er mit seiner Krankheit umgehen kann. Er hat in der Therapie gelernt, das »Miststück« als Herausforderung anzunehmen, sie als lebenslange Begleitung zu akzeptieren, und – das ist der schwierigste Teil – sie zu erziehen, also nicht in die Opferrolle zu verfallen. 
Davon handelt dieses Buch: Von der Kunst, seiner Depression Grenzen zu setzen und ihr beizubringen, nicht das ganze Leben eines Depressiven zu besetzen und umzuformen. Gerade weil sie keine Strafe darstellt, sondern eine Störung der Hirnchemie, lässt sie sich auch aus dem Inneren heraus bekämpfen. Am besten übrigens, indem man sich über sie lustig macht. Durch Humor wird das Leben eines Depressiven nicht automatisch besser. Aber unterhaltsamer.

»Eine meiner Lieblingsstellen in diesem faszinierenden und ermutigenden Buch: ›Hans im Glück‹ handelt eigentlich von einer erfolgreichen Depressionsbekämpfung. Hat das schon mal jemand festgestellt?« (Harald Schmidt, Schirmherr der Deutschen Depressionshilfe)

Alexander Wendt, geboren 1966 in Leipzig, arbeitet seit 1989 als Journalist unter anderem für den Stern, die Wirtschaftswoche und den Tagesspiegel. Seit 1995 gehört er der Redaktion des Focus an und ist dort Autor zahlreicher Beiträge, Reportagen und Titelgeschichten über Bildung, zeitgeschichtliche Themen, die Energiewende und den Islam. 1991 erhielt er den Axel-Springer-Preis.
Im Februar 2014 begab er sich wegen seiner Depression in stationäre und teilstationäre Behandlung. Der Autor und Wirtschaftsjournalist lebt und arbeitet in München.

8/ 6 Euro

In Zusammenarbeit mit 

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Vorschau Dezember 2017:


Freitag, 08. Dezember um 20 Uhr

Weihnachtskonzert
"Lichterglanz am Himmelszelt"

mit Anna Piontkowski, Elisabeth Letocha und Pi-Wei Chuang  


Sonnabend, 09. Dezember um 20 Uhr

Buchpremiere mit Ansgar Bach
"Giacomo Casanova in Dresden. Seine Dresdner Affären und die Familie"

Giacomo Casanova, der bedeutendste Abenteurer des 18. Jahrhunderts, schreibt: 
»In den ersten drei Monaten war ich damit beschäftigt, alle käuflichen Schönheiten Dresdens kennen zu lernen…«.

Hier traf er aber auch auf seine Mutter Zanetta, eine bekannte Schauspielerin, seine Schwester Maria, eine Tänzerin, und den Bruder Giovanni, der es bis zum Direktor der Dresdner Kunstakademie brachte. Mit der Mutter eroberte Giacomo sogar die Dresdner Oper und der König schaute vergnügt dabei zu…

Giacomo Casanova in Dresden – das ist eine spannende Geschichte, sie beginnt 1738 mit dem Umzug der Mutter nach Dresden und reicht bis zum Beginn der Veröffentlichung seiner berühmten Memoiren im Jahr 1822. Anhand dieser Memoiren sowie wenig bekannter Briefe und Dokumente berichtet dieses Buch von den reizvollen und ärgerlichen Affären, die Casanova mit Dresden verbinden. Nach dessen Tod waren es drei in Dresden lebende Persönlichkeiten, die den Verleger Brockhaus bei der Veröffentlichung der Memoiren unterstützten.
 

Der Schriftsteller Ludwig Tieck zählte zu ihnen und wurde ein Casanova-Liebhaber der allerersten Stunde. Tieck schwärmt: »Der Mensch ist ganz verrucht, aber sein Leben und die Art es darzustellen, höchst anziehend.«


Mittwoch, 13. Dezember um 20 Uhr

„Anton Günther – Sänger des Erzgebirges"
oder „Es Laabn is när a Hutzengieh, mer ka sich’s machen garschtig oder schie!“ 

mit Helga Werner, Staatsschauspiel Dresden und
Elke Birninger, Museum für Sächsische Volkskunst


Sonnabend, 16. Dezember um 20 Uhr

Weihnachtskonzert
"Da haben die Dornen Rosen getragen"

mit Franziska Dillner-Koch, Mezzosopran und 
Jörg Krause, Gitarre  

 






Kartenvorbestellung:
Tel. (0351) 2666655
info@kulturhaus-loschwitz.de

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Für interessierte Schüler bieten wir eine übertragbare Schülerkarte
für zehn Veranstaltungen freier Wahl zum Preis von 40 Euro an.






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