Veranstaltungen im Mai 2018                                   aktuelles Programmfaltblatt bei facebook zum Download 


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AKTUELL! Wir sind auf you tube!

"Aufgeblättert. Zugeschlagen - Mit Rechten lesen"

Literatur verbindet, Lesen verbündet! Mit Rechten reden? Wir machen mehr: "Aufgeblättert. Zugeschlagen - Mit Rechten lesen" ist die neue regelmäßige Literatursendung zu drei aktuellen Büchern des literarischen Lebens, ein Austausch zwischen der Publizistin Ellen Kositza vom Verlag Antaios, der Buchhändlerin Susanne Dagen vom BuchHaus Loschwitz und einem jeweils neuen Gast. 

Unabhängig, geistreich und am Diskurs interessiert. 

In der ersten Sendung war die Philosophin und Autorin Caroline Sommerfeld (Mit Linken leben, 2017) zu Gast, besprochen wurden die aktuellen Bücher von Monika Maron, Botho Strauß und Norbert Gstrein. In der nächsten Sendung begrüßen wir den Journalisten und Autoren Matthias Matussek (White Rabbit oder Der Abschied vom gesunden Menschenverstand, 2018) als dritten Part.

Ein vergnügliches Plädoyer für vorurteilsfreies Lesen und ein Gemeinschaftsprojekt vom Verlag Antaios, Schnellroda und dem BuchHaus Loschwitz, Dresden. 

Antaios Verlag www.antaios.de 
BuchHaus Loschwitz www.buchhaus-loschwitz.de 



In den Schaufenstern:

- Meiners Philosophische Bibliothek
- "Grüß Gott, da bin ich wieder!" Karl Marx auf Jubiläumstour 2018


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Mai 2018:


Mittwoch, 02. Mai um 20 Uhr

ZeitenBuch. Seitenweise Politik“mit Frank Richter
„Hört endlich zu! Weil Demokratie Auseinandersetzung bedeutet“

Der Theologe Frank Richter war einer der maßgeblichen Akteure der Friedlichen Revolution in der DDR. Auch im wiedervereinigten Deutschland wurde er bekannt als Vermittler zwischen verhärteten Fronten. Seit die PEGIDA -Bewegung 2014 Dresden, Sachsen und Deutschland spaltet, setzt er sich für Gespräche mit der Führung und den Unterstützern der Bewegung ein. Seine Streitschrift vermittelt, dass und wie die Spirale der Eskalation nur durch Kommunikation angehalten werden kann. Das allgemein verbreitete Unverständnis, der Gegenseite zuzuhören , tragfähige Kompromisse auszuhandeln und sich am Gemeinwohl zu orientieren, führen deutschlandweit zu neuen Spaltungen. 

2017 zog die AfD erstmals in den Bundestag ein. In Sachsen wurde sie zur stärksten politischen Kraft. Die Folgen davon gehen alle an und sind noch nicht absehbar. 
In seiner Streitschrift erklärt Richter das Erstarken der Rechten in den „neuen Bundesländern“, indem er eigene Erfahrungen über den Dialog mit den „Wutbürgern“ einbringt. Wut kann zur konstruktiven Kraft werden, die von blindem Hass zu unterscheiden ist. Richter zeigt, worauf es ankommt: Konzentriert zuhören. Keine Angst vor Konflikten. Offen für Emotionen. Die Demokratie verteidigen.

"Ob man mit Pegiden und AfDlern reden kann? Ganz eindeutig: Nein! Man muss!" (Frank Richter)

Frank Richter, geboren 1960 in Meißen ist Theologe und seit dem 1. Februar 2017 in der Geschäftsführung der Stiftung Frauenkirche in Dresden. In der Friedlichen Revolution in der DDR wurde er als Gründer der Gruppe der 20 in Dresden bekannt. Frank Richter war von 2009 bis Anfang 2017 Direktor der "Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung". 

Moderation/ Gespräch: Susanne Dagen

8/ 6 Euro


Montag, 07. Mai um 20 Uhr

"Mayer trifft... Mario Faust (Sitar)"

Ein neues Element gesellt sich in die schon reiche Instrumentalphalanx der Mayerschen Treffen: Mit der indischen Langhalslaute Sitar kommen in Loschwitz noch nie vernommene Klänge zur Geltung. Von den Fähigkeiten des Dresdner Musikers Mario Faust kann man sich seit Jahren beispielsweise in der Kuppel der Yendize oder im indischen Restaurant "Jaipur" in der Dresdner Neustadt überzeugen. Mit seinem exotischen Instrument ist er in vielerlei Formaten zu erleben, in deren Zentrum die Darbietung von Liedern, Geschichten und Tänzen steht mit der Hingabe zu Orten, die wir heutzutage näher glauben, die uns jedoch in vielerlei Hinsicht nach wie vor fremd geblieben sind. Sitar im Gespann mit Geige, dazu die passenden Gespräche und vielleicht das ein oder andere Trompetensignal, denn deren Spiel ist der Gast des Abends ebenfalls mächtig.
mit Florian Mayer, Violine

14/ 10 Euro


Montag, 14. Mai um 20 Uhr

Konzert „Arabesken“
Adriana Mladenova, Flügel 
Florian Mayer, Violine

Der Begriff der Arabeske ist ein sehr alter, in seinem Ursprung aber nicht genau zu deutender. Er findet einen Grund in reich ornamentierter Baukunst, wurde aber auch ab und an in der Literatur und Musik angewandt. Im musikalischen Ausdruck lassen sich Arabesken als Zierrat, als Verspieltheit auffassen, zudem als kleiner Ausblick ins Fremde und dessen Zurückholen ins vertraut Heimatliche, als phantasievolles, im Ausdruck freies Momentum. Beispielhaft erklingen nun vor Ort Sonaten von Georg Friedrich Händel und Claude Debussy sowie von selbigem die namensgebenden Arabesken und die eher seltener zu hörenden von Bohuslav Martinů.

14/10 Euro



Mittwoch, 23. Mai um 20 Uhr

Konzert
Martin Stadler, Oboe

Der international renommierte Oboist und Flötist Martin Stadler läßt neben Werken französischer und deutscher Meister des Barock auch Improvisationen über Themen Johann Sebastian Bachs.


 Martin Stadler hat mit vielen bekannten Barockorchestern Europas wie „Les Talens Lyriques“, dem „Ricercar Consort“, „La Stagione Frankfurt“, „Concerto Köln“, der Akademie für Alte Musik Berlin, „Anima Eterna“, dem Orchester des 18. Jh. und „Musica Alta Ripa“ gespielt. Er ist ständiger erster Oboist der Nederlandse Bachvereniging  und sowohl als Oboist als auch als Blockflötist  ein gefragter Solist und Kammermusikpartner.

12/ 10 Euro



Freitag, 25. Mai um 20 Uhr

"Charta 2017. Erstunterzeichner im Fokus"
Alexander Meschnig und Parviz Amoghli

„Siegen – Oder vom Verlust der Selbstbehauptung“

Ein Vierteljahrhundert nach dem Ende des Kalten Krieges ist die Welt in Unordnung geraten, die Neuordnung des globalen Machtgefüges hat begonnen. Daß dies auch mit Gewalt einhergeht, ist historisch nichts neues. Bislang ging noch jede geschichtliche Zäsur mit kriegerischen Konflikten einher, erst recht, wenn es sich um derart tiefgreifende Umwälzung handelt, wie sie das frühe 21. Jahrhundert definiert. So ist Mitte der 2010er Jahre der Krieg als existentielle Bedrohung nach Europa zurückgekehrt, nicht in der abstrakten Form nuklearer Vernichtung, sondern als ganz konkreter, mit Kalaschnikow und Sprengstoffgürtel vorgetragener Angriff auf unser Gemeinwesen mit dem letztendlichen Ziel, dieses psychisch zu lähmen und seine demokratische Funktionsweise zu unterminieren.

Die Reaktionen der Verantwortlichen im Westen auf die Angriffe offenbaren indes eine Haltung, die zwischen Rat-und Hilflosigkeit oszilliert. Dabei mangelt es nicht an martialischer Rhetorik. Der globale islamistische Terror, soll „besiegt“ werden. Jedoch fehlt es denjenigen, die den Sieg ankündigen, an Authentizität. Die Diskrepanz zwischen der Vorstellungswelt des Sprechers und der Welt, die sich hinter dem, was er verspricht, verbirgt, ist augenscheinlich. Es existiert kein Bild und keine Idee davon, was es bedeutet zu „siegen“ und welche psychischen und mentalen Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen.

Von entscheidender Bedeutung sind in diesem Zusammenhang der Begriff des „Sieges“ und seine politischen und mentalen Implikationen.  In Ihrem Buch setzen Parviz Amoghli und Alexander Meschnig sowohl die historischen, militärischen, geschichtsphilosophischen als auch politischen Dimensionen des Dispositivs „Sieg“ in Beziehung zu den aktuellen Entwicklungen. Erst wenn die Fähigkeit zu „siegen“ zurückerlangt wird, können die anstehenden globalen Verwerfungen und Herausforderungen bestanden werden.

Parviz Amoghli wurde 1971 in Teheran/Iran geboren. 1974 siedelte die Familie nach Deutschland über. Abitur, Wehrdienst, Studium der Geschichte und Germanistik in Köln, Tübingen und Wien. 2009 Preisträger beim Literaturwettbewerb „Schreiben zwischen den Kulturen“ der Edition Exil, Wien; 2010 Dramatikerstipendium des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur der Republik Österreich; Veröffentlichungen in diversen Anthologien und Zeitschriften. Amoghli gehört zum Autorenstamm von TUMULT – Vierteljahreszeitschrift für Konsensstörung. Parviz Amoghli lebt in Berlin und veröffentlichte auch in der Schriftenreihe ERTRÄGE den Band 4: Schaum der Zeit – Ernst Jüngers Waldgang heute (2016).

Dr. Alexander Meschnig, geboren 1965 in Dornbirn (Österreich), Studium der Psychologie und Pädagogik in Innsbruck. Promotion in Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zahlreiche Bücher und Aufsätze zu kulturwissenschaftlichen und mentalitätsgeschichtlichen Themen, Kriegs- und Militärgeschichte. Stammautor des politischen Blogs Achse des Guten. Veröffentlichungen u.a. Wunschlos unglücklich (2005, gem. mit M. Stuhr),  Der Wille zur Bewegung. Militärischer Traum und totalitäres Programm, (2008) und zuletzt Uns kriegt ihr nicht. Jüdische Überlebende erzählen (2013, gem. mit T. Hüttl).

8/ 6 Euro


Vorschau Juni 2018:


Montag, 04. Juni um 20 Uhr

"Charta 2017. Erstunterzeichner im Fokus"

Matthias Matussek liest 
„White Rabbit oder Der Abschied vom gesunden Menschenverstand“

»Schlimmer als die Zensur der Presse ist die Zensur durch die Presse.« Das schrieb der hellsichtige Gilbert K. Chesterton – Schöpfer der weltbekannten Figur Pater Brown – bereits Anfang des vorigen Jahrhunderts. Chesterton, der journalistische Star seiner Zeit, ein katholischer Konvertit, ist das Vorbild für Matusseks Bericht aus dem Innenraum der Vierten Gewalt. Denn die Medien haben sich – so scheint es – in den letzten Jahren in einen unkritischen Jubelchor der Regierung verwandelt und das Land in einen Hippiestaat, der so verrückt agiert, als gäben die Woodstock-Veteranen Jefferson Airplane mit ihrer psychedelischen Hymne »White Rabbit« den Takt vor.

In seinem neuesten, vor Witz und Ironie funkelnden Werk verfolgt Matussek den Wahnsinn in deutschen Landen, die teils komische, teils absurde Selbstbeschränkung der Presse und kommt immer wieder auf seinen Referenzheiligen Chesterton zurück, den man zu Recht als »Apostel des gesunden Menschenverstandes« bezeichnete. In dessen vielseitigem publizistischem Werk hat Matussek Haltungen und Grundsätze entdeckt, die der »schreibenden Zunft« noch heute Maßstab sein könnten.

Matthias Matussek studierte Amerikanistik und Vergleichende Literaturwissenschaften an der FU Berlin. Er arbeitete beim „Berliner Abend“ und beim „Stern“. Während der Zeit des Falls der Berliner Mauer bis zum Tag der Deutschen Einheit berichtete er als Sonderkorrespondent aus Ost-Berlin und wurde 1991 mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Danach leitete Matussek die Büros des Spiegels in New York (1992), Rio de Janeiro (1999) und London (2003). Von 2005 bis 2008 war er Leiter des Kulturressorts des Spiegels. Von Oktober 2006 bis April 2011 wöchentlich, danach bis Januar 2014 in loser Folge veröffentlichte Matussek auf Spiegel Online „Matusseks Kulturtipp“. Ende Oktober 2013 wechselte er zur Axel Springer AG, bei der er im November 2015 als Kolumnist der Tageszeitung „Die Welt“ entlassen wurde.

8/ 6 Euro


Freitag, 08. Juni um 20 Uhr

"Erzählungen am Abend"

Evelyn Kitzung liest "Das Dschungelbuch"

Der in Indien geborene Rudyard Kipling (1865 – 1936) zählte zu den herausragenden Schriftstellern Englands. Sowohl in seinen Gedichten als auch in seinen Erzählungen offenbaren sich seine Empathie und sein poetischer und dennoch klarer Stil. Mit seinem zweibändigen Werk „Das Dschungelbuch“ bewies er die Faszination seiner Kunst aufs Neue und wurde dafür 1907 mit dem Nobelpreis geehrt.

Mit der Verfilmung des Dschungelbuches durch Walt Disney dem Vergessen entrissen, entfaltet es dennoch erst in seiner ursprünglichen literarischen Form seine tiefe Bedeutung und seine ganze Schönheit. Eine atemberaubende Atmosphäre, wundervoll gezeichnete Porträts der literarischen Figuren um den kleinen Mogli, begabt mit Lebenswillen, Zärtlichkeit, Weisheit und Humor verdichten sich zu prächtigen Bildern des Dschungels – fühlbar und hörbar.

8/6 Euro


Montag, 11. Juni um 20 Uhr

Autorenlesung

Unda Hörner 
liest "Kafka und Felice" 

Beruhend auf Kafkas Briefen an Felice erzählt Unda Hörner fesselnd und atmosphärisch dicht die wechselhafte Liebesgeschichte des ungewöhnlichen Paares, das sich zwischen 1912 und 1917 immer wieder trifft, en passant auf Bahnhöfen, in Parks und Hotels, in Berlin, Prag oder Marienbad. Kafka wirbt immer wieder heftig um Felice, entpuppt sich jedoch bald als unsicherer Kantonist, der vor allem für eines brennt – das Schreiben. Daneben entsteht das lebendige Bild einer lebenslustigen jungen Frau, die ihre Arbeit liebt, gern tanzen geht und auch vor Kafkas Abgründen nicht zurückschreckt. Gemeinsam mit Kafka und Felice taucht der Leser tief ein in die Atmosphäre des zeitgenössischen Berlin kurz vor Ausbruch des 1. Weltkriegs bis an die Schwelle der Zwanzigerjahre – ein faszinierender Blick, gleichsam über Kafkas Schulter, auf eine bizarre Liebe, die leuchtende Spuren in der Weltliteratur hinterlassen hat.

Unda Hörner, geb. 1961 in Kaiserslautern, studierte Germanistik und Romanistik an der Freien Universität Berlin und promovierte 1993 über die Schriftstellerin Elsa Triolet. Sie lebt und arbeitet als freie Autorin, Herausgeberin, Journalistin und Übersetzerin in Berlin. Bisher veröffentlichte sie vor allem Biografien u.a. "Die realen Frauen der Surrealisten" (1998). Im Jahr 2000 erschien ihr erster Roman "Unter Nachbarn". Für ihre Kurzgeschichte "Hangar für Hellermann" erhielt sie 2001 den Bettina-von-Arnim-Preis. Bei ebersbach & simon erschienen "Scharfsichtige Frauen", Bücher über die Bohème auf Hiddensee und in Davos, zuletzt die Biografie über die Frauen im Leben von Kurt Tucholsky "Ohne Frauen geht es nicht" (2017).

8/ 6 Euro


Sommerpause im Juli und August -
SCHÖNE FERIEN !

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Vorschau September 2018:


Montag, 03. September um 19 Uhr

im QF-Hotel am Neumarkt
Autorenlesung mit Sigrid Damm
„Im Kreis treibt die Zeit“


Freitag, der 07. September um 20 Uhr

Theaterabend mit Holger Fuchs
„Haltestelle: Sturm und Drang. Von Liebe, Räubern und Rebellen“


Freitag, der 14. September um 20 Uhr

Autorenlesung mit Uwe Steimle


Montag, der 24. September um 20 Uhr

„Mayer trifft …. Ragna Schirmer“


Freitag, der 28. September um 20 Uhr

„ZeitenBuch. Seitenweise Politik"
Lesung/ Gespräch mit Klaus-Rüdiger Mai
"Geht der Kirche der Glauben verloren?"

 






Kartenvorbestellung:
Tel. (0351) 2666655
info@kulturhaus-loschwitz.de

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Für interessierte Schüler bieten wir eine übertragbare Schülerkarte
für zehn Veranstaltungen freier Wahl zum Preis von 40 Euro an.






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