Veranstaltungen im  Mai 2016

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Montag, 9. Mai um 20 Uhr

Der KUNSTBLATT-Verlag stellt vor:

Im Sturm der frühen Jahre 
Max Barthel – frühe Gedichte

"1916 sorgte der Gedichtband des damals gerade 23-jährigen Musketiers Max Barthel mit „Versen aus den Argonnen“ im deutschsprachigen Raum wegen seiner bis heute noch spürbaren urwüchsigen Sprachkraft und tiefen Empfindung für große Aufmerksamkeit. 

Damals wie heute wüteten Kriege. Damals wie heute litten Millionen unter Armut und Not. Auch diesen Menschen hat Max Barthel seine Stimme verliehen. Er, der aus ärmlichen Verhältnissen stammt, wurde als einer der bekanntesten deutschen Arbeiterdichter gefeiert."

Wenn wir uns heute im Hinblick auf seinen 125. Geburtstag an ihn erinnern, dann vor allem im Zusammenhang mit seinem frühen Werk, trotz seiner zeitweiligen Annäherung an die Nazi-Ideologie, die sein gesamtes Schaffen überschattete. Wir werden ihm aber nur dann gerecht, wenn wir ihn nicht nur nach Verfehlungen bewerten, sondern allein literarische Maßstäbe gelten lassen. Max Barthel, geboren 1893 in Dresden-Loschwitz, starb 1975 in Waldbröl. Es ist an der Zeit, seinen Namen und vor allem sein immer noch gültiges Jugendwerk ins Gedächtnis zu rufen

Bei der Lesung werden der Sohn des Arbeiterdichters sowie die Herausgeberin dieser Ausgabe anwesend sein.

8/ 6 €


Mittwoch, 11. Mai um 20 Uhr

Buchpremiere und Bildvortrag
Sebastian Hennig
“Ernst Lewinger - In Verbundenheit schwebend. 1931-2015”

Der Maler und Grafiker Ernst Lewinger (1931–2016) ist tiefer als jeder andere Künstler im Kulturboden seiner Heimatstadt Dresden verankert. Dem Publikum wurde er allerdings vor allem durch seine ausgezeichnete Illustrationen zur Weltliteratur bekannt.

Lewingers Bilder verweisen nicht wehmütig auf vergangene Herrlichkeit, sondern verhelfen einer zeitlosen Aura zu konkreter Wirklichkeit. Die fragile Zeichenwelt, die lichten Pastelle und Aquarelle künden nicht allein von einer feinen, musikalischen Veranlagung, sondern sie bezeugen mutiges Standhalten einer ästhetischen Überzeugung in den Brüchen einer ungünstigen Zeit.

Die Darstellungen des Buches gründen auf dem einvernehmlichen Austausch zwischen dem Autor Sebastian Hennig und dem Künstler Ernst Lewinger über dessen Leben und Werk während der letzten zehn Jahre seines Lebens. Diese erste Monografie über den Künstler wagt somit eine Deutung auf der Grundlage seiner persönlichen Erfahrungen, Bekenntnisse und Erlebnisse.

8/ 6 €


Mittwoch, 25. Mai um 20 Uhr

Autorenlesung mit Petr Borkovec 
„Liebesgedichte“

„Wenn ein lebender Autor wie Petr Borkovec einen Gedichtband scheinbar naiv mit „Liebesgedichte“ betitelt, ist Vorsicht geboten. Tatsächlich unterlaufen die ersten Gedichte des neuen Buches zuerst einmal die Erwartungen, die der Titel weckt. In „Der abgelassene Teich“, „Hirschkäfer“, „Auslichtung“ und „Der Altarm“ findet man sich einer dicht beschriebenen, zeitweilig surreal anmutenden Natur gegenüber. (...) 
Das Ineinander von Naturbeobachtung, Alltag und Familienleben ist kennzeichnend für viele Texte des in Louňovice/Launowitz zwischen Prag und Brünn beheimateten Autors.(...) „Liebesgedichte“ ist ein sorgfältig komponierter Band, in dem die Texte auf vielfältige Weise zueinander in Beziehung stehen.
Themen, Motive, bestimmte Tierarten wie Libellen und Eulen kehren immer wieder. Die mythischen Nachtvögel durchziehen mit ihrem Flug, ihrem Ruf und ihrer Gegenwart die Tage des Autors und regen ihn zu immer neuen poetischen Annäherungen an.“
(Fixpoetry)

Petr Borkovec, geboren 1970 in Louňovice pod Blaníkem, studierte an der Prager Karls-Universität Tschechische Sprache und Literatur. Neben eigenen Gedichten publiziert Borkovec auch Übersetzungen (von russischer Lyrik des 20. Jahrhunderts über Klassiker der griechische Antike bis zu koreanischer Poesie) und ist mehrfach preisgekrönt, z. B. 2001Mit dem Hubert-Burda-Preis und Norbert-C.-Kaser-Preis. Petr Borkovec lebt in Černošice bei Prag.

Die Übersetzungen aus dem Tschechischen erfolgen von Frau Dr. Anne Hultsch, Institut für Slawistik der TU Dresden.  

8/ 6 €


Freitag, 27. Mai um 20 Uhr

Autorenlesung mit Franz Hohler 
„Ein Feuer im Garten “

Franz Hohler liebt es, in die Welt hinaus zu gehen. Bis an den Arabischen Golf und nach Teheran führen ihn seine Reisen. Aber manchmal genügen ihm auch kurze Wege in seine Nachbarschaft, um auf erstaunliche Geschichten zu stoßen. In diesem Band sind Hohlers neueste Kurzerzählungen  versammelt. Und sie zeigen ihn einmal mehr als einen Autor, der leidenschaftlich gern Geschichten erzählt.

Franz Hohler, geboren 1943 im schweizerischen Biel, begann in Zürich, Germanistik und Romanistik zu studieren. Der Erfolg seines ersten Solo-Kabarettprogramms "pizzicato" veranlasste ihn, sein Studium nach fünf Semestern abzubrechen. Mit verschiedenen Ein-Mann-Programmen gastierte er in vielen Ländern West- und Osteuropas, in Kanada, Marokko oder Tunesien. Franz Hohler lebt als Kabarettist und Schriftsteller in Zürich. Seine Gedichte, Theaterstücke und Erzählungen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Solothurner Kunstpreis sowie der Premio mundial Jose Marti der Stiftung Fundamarti, Costa Rica. 

+ + +  Im Vorverkauf ausverkauft - Restkarten an der Abendkasse!  + + +

8/ 6 €


Montag, 30. Mai um 20 Uhr

„Après un rêve“ - 
ein französischer Abend mit dem ensemble spielART

Das ensemble spielART fand sich als eine Gruppe von Musikern, die an der Dresdner Musikhochschule unterrichten, im Januar 2016 zusammen. Neben eher traditionellen Konzertformaten wie dem heutigen widmet sich das Ensemble der Erschliessung neuer, genreübergreifender Präsentationsformen. Mit der Fokussierung auf umrissene Themenfelder sind variable Besetzungen und stilistische Vielfalt verbunden.

Es erklingen Werke von Gabriel Fauré, Hector Berlioz, Charles Martin Loeffler,
Henri Duttileux und Maurice Ravel.

Mit Elisabeth Holmer (Gesang), Wolfgang Lessing (Cello),
Daniel Heyne (Flügel) und Karoline Schulz (Flöte)

14/ 10 €


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Vorschau Juni 2016


Freitag, 03. Juni um 20 Uhr

"Serata italiana - Italienischer
 Abend"

mit dem Liedepos “Il tramonto” von Ottorino Respighi (1879- 1936) 
und italienischer Liebespoesie aus sieben Jahrhunderten,
 
vorgetragen auf deutsch und italienisch. 

Der Ruhm des italienischen Komponisten Ottorino Respighi gründet vor allem auf seinen sinfonischen Dichtungen, die römische Brunnen, Pinien und Feste in leuchtenden Farben schildern. Respighi suchte Anschluss an die große Tradition der italienischen Instrumentalmusik in Renaissance und Barock, die er mit seiner impressionistisch gefärbten, atmosphärisch dichten Tonsprache verband. Zu seinen größten Meister­werken zählt die lyrische Szene „Il tramonto“ („Der Sonnen­untergang“) nach den tief melancholischen Versen des englischen Romantikers Percy Bysshe Shelley.

Viva l'amore!

Mit Franziska Dillner-Koch (Gesang), Karin Prescher (Flügel) sowie den Rezitatoren
Anna Gretschel und Enrico Rizzi

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Italien-Zentrum 
und dem Institut für Romanistik, Dresden

12/ 10 €


Freitag, 10. Juni um 20 Uhr

„La deuxième soirée littéraire“
 - Buchvorstellung 

Hanna Schott "Von Liebe und Widerstand. Magda & André Trocmé - 
Der Mut dieses Paares rettete Tausende"

In Kooperation des Freundeskreises „Hommage à la France“ mit der Literaturpreisstiftung Brigitte Schubert-Oustry unter der Schirmherrschaft des Institut français Dresden und der Bürgerstiftung Dresden.

Ein Abend mit Prof. Dr. Ingo Kolboom, Ehrenpräsident der Stiftung Brigitte Schubert-Oustry

Eintritt frei  


Montag, 13. Juni um 20 Uhr

„Mayer trifft … Ahmad Mesgarha" 

Er beherrscht das Draufgängerische, Elegante, Liebenswerte, Teuflische, Poetische, Ironische, die Sangeskunst, Körperlichkeit und Sprachgewalt, den doppelten Boden und die Natürlichkeit. Ahmad Mesgarha ist einer der wichtigsten und beständigsten Faktoren im Ensemble des Dresdner Staatsschauspiels, dem er seit 1990 angehört. Unzähligen Rollen hat er in Zusammenarbeit mit bedeutenden Regisseuren Gestalt gegeben. Die Intensität seines Spiels beschränkt sich nicht nur auf die abendliche Theatervorstellung. Sie ist auch in jeder anderen Phase seiner Tätigkeit erlebbar - so wissen es alle zu berichten, die mit ihm jemals geprobt haben. Jugendlicher Charme und stürmischer Ehrgeiz sind ihm bei aller gewonnenen Erfahrenheit nie abhanden gekommen.
Man wird es beim Miteinander mit Florian Mayer erleben - in Ton und Wort.

Mit Florian Mayer, violine und Ahmad Mesgarha, Staatsschauspiel Dresden

14/ 10 €


Freitag, 17. Juni um 20 Uhr

Konzert mit Florian Mayer, Violinea
"Nationalhymnen. Weltgeschichte - Weltkultur - Weltmenschen " olechte - Weltkultur - Weltmenscheneltgeschichte - Weltkultur - Weltmenschen

Der eine oder andere offizielle Anlass zum Musizieren, eine kanadisch-deutsche Hochzeit, Niccolò Paganinis kraftstrotzend auftrumpfendes Variationskaleidoskop zu "God save the King" und - natürlich die schönste Nebensache der Welt - die großen aller zwei Jahre ausgetragenen ultimativen sinnberaubenden Fußballwettbewerbe im Männersport mit der Jagd nach einem runden Leder und den kraftvoll intonierten Kampfesaufrufen und leidenschaftlich vorgetragenen Liebesbekundungen zu den eigenen Wurzeln: Das waren die wesentlichen Ingredienzien für Florian Mayers Hinwendung, den Melodien des Nationalstolzes komprimierte Aufmerksamkeit zu verschaffen. 

Was 2014 als sportliche Herausforderung begann, die 32 Nationalhymnen des brasilianischen WM-Turniers an einem Abend darzubieten (und fulminant im WM-Titel für das Land des Solisten gipfelte), ist längst zu einer tiefschürfenden Herzensangelegenheit geworden. Denn jede Hymne bildet Geschichte und Kultur und ihre Menschen ab, sie zeigt Siege und Niederlagen auf, sie verbindet und trennt, erleuchtet und verklärt. Aber in einem scheint sie von besonderer Stärke - den Wert und die Kraft der Gemeinschaft abzubilden und hochzuhalten. Unverzichtbar dabei: die Musik und das Wort. Was kann es schöneres für einen Künstler geben? 

Als interessierter und auch aktiver Sportler ist es für Florian Mayer der allerschönste und offensichtlichste Grund, aller zwei Jahre mit seinen Hymnenprogrammen in Erscheinung zu treten. Die Europa- und Weltmeisterschaften der balltretenden Zunft sind dabei jedoch nur das Vehikel für weitergehende Ambitionen. Während bei den Auftritten nicht wenig augenzwinkernd zwischen Kunst und Sport changiert wird, so bildet das erste CD-Projekt den Auftakt für eine Vision: sämtliche Nationalhymnen der Welt aufzunehmen. 

Den Auftakt soll in diesem Jahr der Fußball-EM in Frankreich die Produktion "Nationalhymnen Europas - National Anthems of Europe" mit einer ersten, inhaltlich klar strukturierten Auswahl machen. Die WM in Russland 2018 bringt die Veröffentlichung eines derzeit noch nicht festgelegten Erdteils. Europa - Teil Zwei könnte 2020 veröffentlicht werden, wenn sich die EM über den ganzen Kontinent erstreckt. Sollte die WM 2022 tatsächlich in Qatar stattfinden, so scheint auch hier die Wahl des Themas klar. Fortsetzung folgt...

12/ 10 €


Montag, 20. Juni um 19 Uhr

Eckehard Mayer zum 70. Geburtstag

Anläßlich seines 70. Geburtstag liest 
der Komponist und Schriftsteller aus seinem neuen Buch "Die Nähe". 

Eckehard Mayer war von 1957 bis 1956 Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Anschließend studierte er Musik in Leipzig. Von 1970 bis 1982 wirkte er an verschiedenen Theatern als Repetitor und Dirigent (u. a.Volkstheater RostockSächsische Staatsoper Dresden). Seit 1982 ist er am Staatsschauspiel Dresden als Komponist, Dirigent und Pianist tätig. Er erhielt 1976 und 1984 den Carl-Maria-von-Weber-Preis für Komposition. Anlässlich der Wiedereröffnung der Semperoper wurde seine Oper "Der goldene Topf" mit Olaf Bär in der Titelrolle uraufgeführt. Eckehard Mayer lebt in Dresden.

Neben seiner kompositorischen Tätigkeiten erschienen seit 2003 zahlreiche Bücher mit Gedichten und Tagebuchaufzeichnungen.

Eintritt frei


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Sommerpause im Juli und August


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Vorschau September 2016


Freitag, 02. September um 20 Uhr

Buchpremiere

Steffen Popp mit neuen Gedichten


Freitag, 16. September um 20 Uhr

„La troisième soirée littéraire“

Autorenlesung mit Ralf Nestmeyer
"Alles Mythos! 16 populäre Irrtümer über Frankreich"

Der Franzose: Eine Baskenmütze auf dem Kopf, das Hemd in blau-weiß gestreift, in der Hand trägt er ein Baguette und unterm Arm eine Flasche Rotwein. In seinem Landhaus neigt er - schließlich ist Gott Franzose - zur Gemütlichkeit, in Paris dagegen genügt ein Funke zur Revolution. Die modische Französin hat drei Kinder und geht arbeiten. Ist das wirklich Frankreich? Es ist fast immer ein Schuss Stereotyp mit dabei, geht der Blick von dieser Seite des Rheins aus. 
Genau diese Mythen und vermeintlichen Wahrheiten, die längst niemand mehr hinterfragt, werden in diesem Buch betrachtet. Von historischen Aspekten bis zu kulturellen und gesellschaftlichen Irrtümern darf der Leser in viele, teils völlig überraschende Bereiche des französischen Kulturraums hinein schnuppern. Und wenn er hier und da auch einmal lächelt, umso besser! Interkulturellen Themen nähert man sich am besten mit einer Spur Humor schließlich geht es nicht nur um den Lerneffekt, sondern auch den Lesegenuss.

Ralf Nest­mey­er (Jahr­gang 1964) ist His­to­ri­ker und lebt seit 1995 als frei­er Autor in Nürn­berg. Er hat nicht nur zahl­rei­che Rei­se­füh­rer für den Micha­el Mül­ler Ver­lag ge­schrie­ben, son­dern auch einen Kri­mi­nal­ro­man (»Roter La­ven­del«) sowie meh­re­re Sach­bü­cher (Re­clam, Klett-Cotta, Ar­te­mis&Wink­ler, Theiss Ver­lag). Für den Insel Ver­lag hat er li­te­ra­ri­sche Antho­lo­gi­en über die Pro­vence wie auch über Si­zi­li­en her­aus­ge­ge­ben. Seine Es­says, Re­por­ta­gen und Re­zen­sio­nen sind in zahlreichen überregionalen Me­di­en er­schie­nen. 

Eintritt frei


Montag, 19. September um 20 Uhr

„Mayer trifft … Tom Quaas“


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Kartenvorbestellung:
Tel. (0351) 2666655
info@kulturhaus-loschwitz.de

Kartenvorbestellung: Tel. (0351) 2666655 | info@kulturhaus-loschwitz.de
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