Veranstaltungen im September 2017                                     aktuelles Programmfaltblatt bei facebook zum Download 


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In den Schaufenstern:

"Wer nicht lesen will muß hören!" HörBücher und ihre literarischen Vorbilder

Mandelbaums Feine Gourmandisen


Sommerpause im Juli und August


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Vorschau September 2017:


Freitag, 8. September um 20 Uhr

Sebastian Hennig
"Unterwegs in Dunkeldeutschland"

Die dreiste Volksbeschimpfung ist in einem anderen Sinne als dem gemeinten bitter wahr, denn außerhalb von Semperoper und Frauenkirche ist es finster in Sachsen. In sterbenden Dörfern wird nur noch für Altgold-Ankauf geworben. Sebastian Hennigs Bericht, die Zeichen und Funde am Wege, die kurzen und manchmal längeren Gespräche mit Standhaltenden und Zweifelnden, voll von Sorge und Erinnerung, entlarven die Schicksalshaftigkeit moderner Entortung als eine sich selbst erfüllende Prophezeihung. 
Wir sind nicht weniger an die Scholle gebunden als der Steinzeitmensch, und wenn wir das verleugnen, schaden wir nur uns selber. Das einzugestehen, bedeutet keineswegs Beschränkung. Der Blick öffnet sich und wir werden der Bedeutung unseres Seins teilhaftig. 
Der Wanderer läßt die Heimat selbst sprechen, die mitteldeutsche Kleinheit, in die mit den Vertriebenen aus den Weiten des Ostens die Empfindung der Fremdheit einzog, wo die Wunden des Jahrhunderts unvernarbt sprechen und gerade in jüngster Vergangenheit wieder aufgerissen wurden.

Der Maler und Publizist Sebastian Hennig (geboren 1972 in Leipzig) veröffentlichte zuletzt die Bände „PEGIDA. Spaziergänge über den Horizont“ und „Ernst Lewinger (1931 -2015) – In Verbundenheit schwebend“.

8/ 6 Euro


Montag, 11. September um 20 Uhr

Premiere des neuen Lyrikbandes 
Jörg Bernig "in untergegangenen reichen"

"Der Dichter Jörg Bernig verbindet die wiederkehrende Betonung seiner mitteleuropäischen Basis, seines Wirkungsortes (als Ort, an dem er arbeitet und an dem sein Werk ›wirkt‹), mit einer neuen visionären poetischen Strategie. Beim Versuch, die Bürde der Gegenwart zu reduzieren, konzentriert sich der Dichter auf das, was der Kulturwissenschaftler Karl Heinz Bohrer das Augenblickliche nennt: die Essenz unserer Existenz, die nur als ein kurzes Aufblitzen eingefangen werden kann. Doch Bernig ist alles andere als ein Reaktionär mit einer Wertschätzung für Anti-Modernismus und ignoranten Provinzialismus. Bei weitem nicht! Für ihn ist die Vergangenheit vielmehr – folglich seine Gegenwart durchdringend – eingebettet in Alltägliches. Diese Strategie ist ein anspruchsvolles Unterfangen, eines, das Bernig dem Risiko aussetzt, als überholter Dichter etikettiert zu werden. Seine Methode indes ist überraschend innovativ, und seine klare und deutliche lyrische Stimme ermöglicht uns, eine mitteleuropäische Kultur wahrzunehmen, die beiderlei ist: ein ununterbrochener Zusammenhang mit der Geschichte und eine immerwährende Bewegung in einem pan-europäischen Denk-Raum." 
(Gerrit-Jan Berendse,  Literaturwissenschaftler an der Cardiff University)

Jörg Bernig, geboren 1964 in Wurzen veröffentlichte zuletzt den Essay „Niemands Welt. Sieben Nachrichten aus Mitteleuropa“, den Roman „Anders“ und den als Kamenzer Rede gehaltenen Text „Habe Mut …“.  

8/ 6 Euro


Montag, 18. September um 20 Uhr

Mayer trifft …  Falk Zenker (Gitarre)

In der nahezu unüberschaubaren Gitarristen-Szene hat sich der gebürtige Sachse und in Thüringen ansässige Musiker und Klangkünstler Falk Zenker ein ganz eigenwilliges Profil erarbeitet. Sein Spiel fußt auf klassischen Grundlagen und erweitert sich fortwährend durch entdeckende Ausschöpfung klanglicher Möglichkeiten, auch durch Hinzunahme weiterer Instrumente und elektronischer Elemente. Falk Zenker traf erstmalig anlässlich des Dresdner Flamenco-Festivals Anfang der Nuller Jahre auf den Geiger Florian Mayer. Seither sind beide regelmäßig miteinander auf der Konzertbühne und im Tonstudio tätig, eine Einladung nach Loschwitz wurde überfällig. Das Publikum erwartet ein Abend des angeregten Diskurses und der musikalischen Poesie.

14/ 10 Euro


Freitag, 22. September um 20 Uhr

Klavierkonzert / CD-Präsentation
Kemal Cem Yilmaz spielt „Goldbergvariationen“ von Johann Sebastian Bach

Der Pianist und Komponist Kemal Cem Yilmaz ist ein Sohn türkischer Einwanderer. Seine frühkindlichen musikalischen Erfahrungen wurden wesentlich geprägt durch türkische, persische und indische klassische Kunst- und Volksmusik sowie durch deutsche Kinderlieder.

Kemal Cem Yilmaz studierte Klavier an der Musikhochschule in Hannover. Er lebt und arbeitet in Hannover.

12/ 10 Euro


Montag, 25. September um 19 Uhr

Ausstellungsgespräch zur laufenden Ausstellung 
"Politische Plakate - 360 Grad" mit Bernd Hanke 

Eintritt frei


Freitag, 29. September um 20 Uhr

Auf den Spuren der Götter Japans
 „Der mondfarbene Kimono“ - Sagen, Legenden und Märchen vom Glück 

Eine erlesene Auswahl von Erzählungen in literarischer Vielfalt führt an diesem Abend in das alte Japan.  Seine Schöpfungsgeschichte ist ein einzigartiges Mosaik an Vorstellungskraft und Fabulierkunst der Inselbewohner,  die Welt der Götter und Gottheiten, die sie darin zum Leben erweckten, ein Spiegel ihrer selbst - lebenskräftig, gewitzt oder von ergreifender Schlichtheit und zarter Poesie. 

Es erzählt und moderiert Evelyn Kitzing. Sie wird von Rumi Sota Klemm musikalisch umrahmt. In der Veranstaltungspause reichen wir Tee, einige Beispiele zur Faltkunst des Origami werden zu sehen sein.

14/ 10 Euro


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Vorschau Oktober 2017:


Montag, 16. Oktober um 20 Uhr

"Mayer ... trifft Uwe Kolbe" (derzeitiger Stadtschreiber von Dresden)


Bei uns zu Gast:

17. Oktober - 28. Oktober 2017 

»Die schönsten deutschen Bücher 2017. 
Ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst«


Mittwoch, 18. Oktober um 19 Uhr

Autorenlesung
Clemens Meyer liest aus
"Die stillen Trabanten. Erzählungen"

Ein Lokführer, der die Nachtfahrten liebt, bis ein lachender Mann auf den Schienen steht. Ein Wachmann, der seine Runden um das Ausländerwohnheim dreht und sich in die Frau hinter dem Zaun verliebt. Ein Imbissbudenbesitzer, der am Hochhausfenster steht und auf die leuchtenden Trabanten der Nacht schaut. Souverän, rauschhaft und traumwandlerisch sicher erzählt Clemens Meyer von verlorenen Schlachten und überwältigenden Wünschen. Es sind Geschichten aus unserer Zeit, so zerrissen wie unser Leben, so düster wie die Welt, so schön wie die schönsten Hoffnungen.

Clemens Meyer, geboren 1977 in Halle/Saale, lebt in Leipzig. 2006 erschien sein Debütroman ›Als wir träumten‹, es folgten ›Die Nacht, die Lichter. Stories‹ (2008), ›Gewalten. Ein Tagebuch‹ (2010), der Roman ›Im Stein‹ (2013) sowie die Frankfurter Poetikvorlesungen ›Der Untergang der Äkschn GmbH‹ (2016). Für sein Werk erhielt Clemens Meyer zahlreiche Preise, darunter den Preis der Leipziger Buchmesse. ›Im Stein‹ stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis und wurde mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. ›Als wir träumten‹ wurde 2015 von Andreas Dresen für das Kino verfilmt und lief im Wettbewerb der Biennale.

In Zusammenarbeit mit dem "Lektürezirkel der TU Dresden" vom Institut für Germanistik

8/ 6 Euro


Freitag, 20. Oktober um 20 Uhr

Autorenlesung
Guntram Vesper liest aus
"Nördlich der Liebe und südlich des Hasses"

Nach dem überragenden Erfolg des Romans FROHBURG, der mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2016 ausgezeichnet wurde, erscheint nun die gesammelte Prosa von Guntram Vesper, begleitet von einem Nachwort des Essayisten und Kritikers Helmut Böttiger.
NÖRDLICH DER LIEBE UND SÜDLICH DES HASSES ist ein Buch über unser Land und unsere Zeit. Die erfundenen, erinnerten und rekonstruierten Geschichten, die Fragmente, die kurzen Romane und langen Anekdoten erzählen von Stadt und Land, von Vorstadtbewohnern und Dörflern, von Nachbarn und Verwandten, von Heimat und Fremde, Pistolen und Träumen, Idylle und Brutalität: deutsche Wirklichkeit und Wahrheit unserer Tage.
Der neue Band der Ausgabe der gesammelten Werke bietet vollständig die Texte der Bände KRIEGERDENKMAL GANZ HINTEN und NÖRDLICH DER LIEBE UND SÜDLICH DES HASSES sowie in größtmöglicher Vollständigkeit die verstreut veröffentlichte Prosa eines der großen Autoren unserer Zeit.

8/ 6 Euro


Freitag, 27. Oktober um 20 Uhr

Verlagsabend
Franke Verlag, Dresden

Der noch junge Franke Verlag aus der Dresdner Neustadt hat sich das -gute buch- 
auf die Fahne geschrieben.

Weg von der allzu schnelllebigen, immer hektischer werdenden Zeit mit immer neuen Reizen, u.a. eben auch mit billigen Taschenbüchern, eBüchern und einem überbordenden Markt der Beliebigkeit will der Verlag einen kleinen Kontrapunkt setzen, etwas Bleibendes schaffen, das -gute buch- für alle Sinne, modern und doch gediegen, eine Oase der Ruhe , Entspannung und der Nachhaltigkeit für den kleinen Markt der Bücherfreunde, die dieses zu schätzen wissen. 

Mit der Neuauflage von Klassikern in hochwertiger Aufmachung mit Illustrationen von jungen Künstlern in der schwarzen Reihe und der Entdeckung von noch unbekannten Autoren in der weißen Reihe will man dieser Versprechung Taten folgen lassen.

Bisher sind vier Bücher im Verlag erschienen, die am heutigen Abend den Schwerpunkt bilden werden.

Eintritt frei


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Vorschau November 2017:


Freitag, 10. November um 20 Uhr

Autorenlesung
Catalin Dorian Florescu liest aus
"Der Nabel der Welt"

Nora lässt ihre Familie hinter sich, für ein wenig Glück. Urs soll sie zum "Nabel der Welt" bringen, in sein Heimatland, die Schweiz. Es ist die einzige Chance auf ein besseres Leben für die Frau aus der rumänischen Provinz. Ein Syrer verirrt sich im Grenzland zwischen Ungarn, Serbien und Rumänien und stößt auf einen rumänischen Soldaten. Auch dieser hat das Gefühl sich verirrt zu haben und möchte ebenfalls in den Westen. Auf der Turiner Piazza della Repubblica, dem Mittelpunkt der Stadt, wo sich Arm und Reich, Migranten und Einheimische begegnen, treffen Simone, ein erfolgreicher Unternehmer, und Houcine, ein marokkanischer Dieb, aufeinander. Beide stecken fest. Der Italiener möchte die Fassade eines glücklichen Lebens aufrechterhalten, das Leben des Marokkaners ist auf die schiefe Bahn geraten. Dann macht Houcine Simone einen sehr irritierenden Vorschlag. Ein Geschichtenerzähler in einem Luxushotel in St. Moritz erlebt, wie die Hotelgäste eines Tages durch eine verstörende Begegnung aufgeschreckt werden, als die wirkliche Welt über sie hereinbricht. Und auch auf Sylt wird das ruhige Leben der Inselbewohner durch ein dramatisches Ereignis auf den Kopf gestellt. Die Welt zwischen Ost und West – und zwischen dem Norden und Süden – ist in Bewegung, in einem prekären Austausch in diesen neun Erzählungen, die zwischen 2001 und 2016 entstanden sind. Realistische und magische Geschichten zugleich, fantastisch und wirklichkeitsnah erzählt in Florescus unnachahmlich fesselndem Ton.

8/ 6 Euro


Montag, 13. November um 20 Uhr

"Ausgelesen und Benotet"
Buchhändlerin Susanne Dagen und Geiger Florian Mayer präsentieren ihre Lieblingsbücher in Wort und Musik

8/ 6 Euro


Freitag, 17. November um 20 Uhr

Buchpremiere 
Thomas Kunst "sag nie wieder visconti. Gedichte aus Romanen"

Der nunmehr 5. Band unserer edition "poet in residence" ist erschienen! Thomas Kunst, der diesjährige Stipendiat unseres Lyrikstipendiums präsentiert Altes und Neues, liest Prosa und Lyrik.

Eintritt frei


Montag, 20. November um 20 Uhr

"Mayer ... trifft"

 


Kartenvorbestellung:
Tel. (0351) 2666655
info@kulturhaus-loschwitz.de

Kartenvorbestellung: Tel. (0351) 2666655 | info@kulturhaus-loschwitz.de
Die vorbestellten Karten bitte bis 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abholen.
Für interessierte Schüler bieten wir eine übertragbare Schülerkarte
für zehn Veranstaltungen freier Wahl zum Preis von 40 Euro an.





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