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Die Bedingungen der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung erlaubt unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m in unserem Haus nur noch ca. 20 Besucher. Damit ist ein wirtschaftlicher Veranstaltungsbetrieb nicht möglich.

Wir werden versuchen, alle Lesungen, Vorträge und Diskussionsabende in den Herbst zu verschieben.

Alle gekauften Karten behalten dann ihre Gültigkeit, bitte bestätigen Sie aber bei neuen Terminen Ihre Reservierungswünsche.

Wir sehen uns wieder!


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In den Schaufenstern:


- EXIL - Mit Büchern von Monika Maron, Uwe Tellkamp und Jörg Bernig

- Lass die Alten sprechen - Klassiker der Philosophie


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September VORSCHAU:


Freitag, der 11. September

Autorenlesung

Monika Maron
"Artur Lanz"

Monika Marons Roman »Artur Lanz« entwirft ein ebenso provokantes wie differenziertes Stimmungsbild einer Gesellschaft, die sich dem Mainstream unterwirft.
Artur Lanz, der seinen Namen der Schwärmerei seiner Mutter für die Artus-Legende verdankt, ist kein heldenhafter Mann. Erst durch die kühne Rettung seines Hundes entdeckt er das unbekannte Glück der Opferbereitschaft. Er fragt nach dem Ursprung dieses Glücks und sucht die Wiederholung. 
Charlotte Winter, die im Alter anfängt, Geschichten zu schreiben, lernt Artur Lanz zufällig kennen. Sie wird Zeugin seiner Bewährungsprobe, als er sich nach einer streitbaren politischen Äußerung seines Freundes zwischen Mut und Feigheit entscheiden muss.
Was darf gesagt werden und was nicht? Dieser Frage spürt Monika Maron mit ihren Geschichten, Figuren und ihrem unverwechselbaren Erzählton nach.

Monika Maron ist 1941 in Berlin geboren, wuchs in der DDR auf, übersiedelte 1988 in die Bundesrepublik und lebt seit 1993 wieder in Berlin. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, darunter ›Flugasche‹, ›Animal triste‹, ›Endmoränen‹, ›Ach Glück‹ und ›Zwischenspiel‹, außerdem mehrere Essaybände, darunter ›Krähengekrächz‹, und die Reportage ›Bitterfelder Bogen‹. Zuletzt erschien der Roman ›Munin oder Chaos im Kopf‹. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem Kleist-Preis (1992), dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2003), dem Deutschen Nationalpreis (2009), dem Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2011) und dem Ida-Dehmel-Literaturpreis (2017).

10/ 8 Euro



Montag, der 14. September um 20 Uhr

Autorenlesung

Harald Martenstein
"Jeder lügt so gut er kann: Alternativen für Wahrheitssucher"

+++ ausverkauft +++ Restkarten an der Abendkasse +++

Harald Martenstein ist einer der meistgelesenen Autoren Deutschlands. In seinen kurzen Texten wagt sich der vielfach preisgekrönte ZEIT-Kolumnist immer wieder an die großen Themen der Gegenwart – subjektiv, überraschend, witzig. Ob es um politische Korrektheit, um Migration, Feminismus, um Ausgrenzung, Meinungsfreiheit  oder um scheiternde Utopien geht: Martenstein hat keine Angst davor, sich unbeliebt zu machen und dem Mainstream zu widersprechen. In »Jeder lügt so gut er kann« geht es aber auch immer wieder um das private Scheitern und Alltagsprobleme, als Vater, als Berliner, als Mann oder Deutscher. Brillante Glossen – intelligent und amüsant. 

10/ 8 Euro 



Mittwoch, der 16. September um 20 Uhr

Autorenlesung

Uwe Tellkamp 
"Das Atelier"

+++ ausverkauft +++ Restkarten an der Abendkasse +++

Bilder mit Worten malen – man könnte meinen, dies geschähe, liest man Tellkamps Texte. Das Atelier gewährt faszinierende Einblicke in die Bilder und Welt der sächsischen –insbesondere Dresdner – Kunstszene, freilich nicht als Report oder schieres Abbild, sondern als Dichtung und Wahrheit: auf irrisierende Weise stets auch das Ganze bedenkend.

Uwe Tellkamp, 1968 in Dresden geboren, studierte in Leipzig, New York und Dresden Medizin und arbeitete als Arzt an einer unfallchirurgischen Klinik. 2000 erschien sein Debütroman "Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Cafe". Für seine Lyrik bereits mehrfach ausgezeichnet, erhielt Uwe Tellkamp 2004 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2008 wurde er für seinen Roman "Der Turm" mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

10/ 8 Euro 


Freitag, der 18. September um 20 Uhr

Autorenlesung / verschobene Buchpremiere

Jörg Bernig 
"An der Allerweltsecke"

+++ ausverkauft +++ Restkarten an der Abendkasse +++ 

»Soʼne Geschichten« sind das, die uns der Lyriker und Romancier Jörg Bernig in seinen Essays erzählt. Ihn führen Streifzüge auf den Balkan und ins östliche Mitteleuropa, in Zonen der Verwerfungen und Brüche, die Bernig als zerfurchte, doch damit eben auch fruchtbare Äcker kenntlich macht: Aus ihnen wuchs und wächst, bei allem Streit, die kulturelle Vielfalt Europas. Sei es beim Besuch der serbischen Hauptstadt Belgrad, bei der Fahrt durch Bosnien und Herzegowina, beim Gang auf den schlesischen Zobtenberg oder mit Blick aufs böhmische Isergebirge: Bernig gelingt es, aus den Landschaften heraus Geschichte und Zusammenhänge anschaulich zu entwickeln und dies mit einer grundlegenden Reflexion zu verknüpfen. Damit sind seine Essays Versuche im besten Sinn – aus dem Versuch, ein europäisches Erbe kritisch zu wägen, entsteht so die Versuchung, sich dem grassierenden Geschwätz zu entziehen und die eigenen Grundlagen selbst zu bedenken.

Jörg Bernig, geboren 1964, nach dem Studium mehrjähriger Aufenthalt in Schottland und Wales. Promotion an der FU-Berlin. Für seinen ersten Roman "Dahinter die Stille", Stuttgart 1999, erhielt er den Förderpreis zum Friedrich-Hölderlin-Preis 2000. Bernig ist Lyriker, Romancier, Essayist und gehört u. a. der Bayerischen Akademie der Schönen Künste an. Der Autor lebt in Radebeul. 

10/ 8 Euro 



Montag, der 21. September

"Haltestelle: Aufklärung"
Von Dichtern, Weisen und Gelehrten

Vergegenwärtigen wir uns die Hauptthemen der Aufklärung sind dies neben der Kritik
an der Kirche, Religion und an staatlichen und gesellschaftlichen Ordnungen, der unbedingte Fortschrittsglaube, das Streben nach geistiger Emanzipation und Toleranz in Gesellschaft, Politik und Religion, ein hervorgehobener Individualismus und das unbedingte Ziel, menschlicher Verstand soll die Wahrnehmung beherrschen.

Sich diesen Themen verstärkt anzunehmen ergibt Sinn – lassen wir Dichter und Gelehrte zu uns sprechen!

Gespielt von Holger Fuchs

10/8 Euro

 


Freitag, der 25. September um 20 Uhr

Autorenlesung / Gespräch

Sebastian Kleinschmidt 
"Hans-Georg Gadamer. Philosoph des Gesprächs"

Hans-Georg Gadamer ist der weltweit bekannteste Philosoph des Gesprächs. Kein anderer Denker hat so Tiefes und Wahres über die Kunst dialogischer Geselligkeit, den geistigen Charme spontaner Rede und Gegenrede zu sagen gehabt wie dieser 1900 in Marburg geborene und 2002 in Heidelberg gestorbene Schüler von Heidegger. 

In einer Zeit, in der es nicht gerade gut bestellt ist um das unvorbedachte Miteinandersprechen und das freie Widerwort, ist dieser Meister des sokratischen
Disputs so aktuell wie nie. 

Kleinschmidts Begegnung mit dem neunzigjährigen Philosophen, die unmittelbar nach dem Ende der DDR stattfand, offenbart, zu welchen Überraschungen der Gedankenaustausch mit einem weisen Mann führen kann. 

Sebastian Kleinschmidt, Herausgeber und Essayist, lebt in Berlin. Er studierte Philosophie und Ästhetik und war von 1991 bis 2013 Chefredakteur der Zeitschrift Sinn und Form.

Moderation: Uwe Tellkamp

10/8 Euro


Oktober VORSCHAU:

Freitag, 02. Oktober um 20 Uhr
Buchpremiere
Angela Wierig
"Pawlowsche Idioten"

Der wohlgesonnenen Umschreibung, dass der Mensch die „Krone der Schöpfung“ wäre steht Arthur Koestlers sinnige Analyse, den Mensch als „Irrläufer der Evolution“ zu bezeichnen, gegenüber. Denn dort besagte Kluft zwischen Denken und Handeln beschäftigt auch die Juristin Angela Wierig, wenn sie über den Siegeszug der Dummheit referiert und ihre These vom Homo insipiens, dem Törichten und Unwissenden fokussiert abhandelt. Dass Dummheit allerdings auch Staatsziel Nummer Eins sein könnte, tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch, selbst wenn die Frage, um die alles kreist „Ist der Mensch gut oder böse?“ heißt.

Angela Wierig, Jahrgang 1962, lebt mit ihrem Mann und drei Hunden in Hamburg. 2018 erschien ihr Buch „Nazis Inside. 401 Tage NSU-Prozess“, wo sie als Strafverteidigerin einen Angehörigen der Nebenklage vertrat. In ihrer Freizeit widmet sie sich der Herstellung von Zinnfiguren und spielt gerne historische Schlachten nach. Eventuell ist das aber auch nur ein Gerücht.

10/8 Euro



Freitag, der 9. Oktober um 20 Uhr

"Auf einmal war es schon das Leben"
Lebenslinien II - 
Eine literarisch-musikalische Hommage an Eva Strittmatter zum 90. Geburtstag

Sie malte mit Worten wie mit Farben - klar und tief und voller Lust. Lebenslust. Einfach wollte sie schreiben, dass jeder sie verstehe. Die Schar ihrer Zuhörer wuchs beständig, die Zahl ihrer Leser blieb ungezählt. Sanft, aber unbeirrbar wird uns Eva Strittmatter an diesem Abend unter ihre Fittiche nehmen, der Faden der Poesie wird aufs Feinste gesponnen, umhüllt von Musik. Ob in einem Gedicht, einer Geschichte, in einem Vorwort ... wo immer sie ihre Worte auf die Reise schickte – sie waren und sie sind Türen, die uns nicht nur in ihre Seele blicken lassen.

Wort und Musik: Evelyn Kitzing

10/8 Euro



Sonnabend, der 10. Oktober um 20 Uhr
Buchpremiere
Bernd Wagner
Mao und die 72 Affen
oder Die geheimen Memoiren des Ewigen Vorsitzenden
samt dem Interview über die Coronoa-Pandämonie

Die Weltgeschichte muß umgeschrieben werden! Mao Tse tung ist nicht gestorben, sondern wurde bei einem Besuch seines Heimatdorfes im Jahr 1965 von einem daoistischen Priester in den Zustand der Unsterblichkeit versetzt, während ein Doppelgänger seine Geschäfte weiter führte. Die elysischen Gefilde liegen in den Shaodan-Bergen, in deren heißen Quellem sich Mao zusammen mit 72 Affen die Ewigkeit hauptsächlich mit Fernsehen vertreibt. Nicht nur das: mit Hilfe der magischen Zwiebeln des Daoisten kann er die Astralkörper der führenden Politiker beschwören und so die Weltpolitik in seinem und letztendlich chinesischen Sinne manipulieren: vom Zusammenbruch des Sowjetreiches über den Irakkrieg bis zur Flüchtlingskrise. Fünf Jahre lag diese bittere Satire und köstliche Spaß mangels mutiger Verleger in Wagners Schublade; jetzt kam ihm die Corona-Pandemie (von Mao -dämonie genannt) zu Hilfe und verlieh dem Buch den letzten Schliff. Wagner hatte sich nach seiner Niederschrift auf den Weg nach China gemacht, um die Welt vor Maos Manipulationen zu schützen - nun wird er in Hubei mit dem Ausbruch der Seuche konfrontiert, schlägt sich zu Mao durch und enthüllt in einem Interview die wahren Gründe der Epidemie. 

Bernd Wagner wurde 1948 in Wurzen (Sachsen) geboren. Nach seinem Studium arbeitete er als Lehrer in einem märkischen Dorf. Seit 1977 veröffentlicht er Romane, Erzählungen, Kinderbücher, Essays, Gedichte und Dramen. Von 1982 bis 1985 war er Mitherausgeber der illegalen Literaturzeitschrift "Mikado". 1985 wurde er von der DDR-Behörde von Ostberlin nach Westberlin ausgebürgert, wo er noch heute lebt. Sein letzter erfolgreicher Roman „Sintflut in Sachsen“, der Autobiografisches mit dem Facettenreichtum erlebter Zeit vermischt, erschien 2018.

10/8 Euro



Freitag, der 16. Oktober um 20 Uhr
Buchpremiere
Eva Rex
"Rettet den gesunden Menschenverstand!
Hannah Arendt im Mehrheitsdiskurs"

Mit dem 1951 erschienenen Buch „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ hat Hannah Arendt einen fundamentalen Schlüssel für die Totalitarismus-Forschung gelegt. Interpretiert allerdings wird die politische Theoretikerin zumeist aus dem geschlossenen Kosmos, der selbst totalitär agiert. Eva Rex, Autorin und Slawistin stellt Hannah Arendt indes nun in den Kontext der Aufklärung, dies im Sinne von „Sapere aude“, den Aufruf, mutig zu sein und sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. „Rettet den gesunden Menschenverstand!“ ist damit vor allem eins, die ideologischen Durchdringungen aller Lebensbereiche kritisch zu hinterfragen und sich totalitären Zwängen einer Mehrheitsgesellschaft zu widersetzen.

Eva Rex, geb. 1969 in Katowice, wuchs in Bielefeld auf und studierte in Berlin Slawistik und Osteuropäische Geschichte. Heute lebt sie in Dresden. Sie veröffentlichte einen Erzählband „Das Haus in Ceriana" und den Roman „Huta Ferrum“.

10/8 Euro


November VORSCHAU:


Freitag | 6. November | 20 Uhr

Autorenlesung
Hans-Joachim Maaz 
"Das gespaltene Land"


Montag | 9. November | 20 Uhr

Autorenlesung und Gespräch 
Birk Meinhardt
"Wie ich meine Zeitung verlor"


Montag | 16. November | 20 Uhr

Autorenlesung und Vortrag
Dominique Görlitzer
"Die Argonauten der Steinzeit"


Freitag | 27. November | 20 Uhr
Autorenlesung
Cora Stephan
"Margos Töchter"


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