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In den Schaufenstern:


- EXIL - Mit Büchern von Monika Maron, Uwe Tellkamp und Jörg Bernig

- Lass die Alten sprechen - Klassiker der Philosophie


trenner 2



Oktober:

Freitag, 02. Oktober um 20 Uhr
Buchpremiere
Angela Wierig
"Pawlowsche Idioten"

Der wohlgesonnenen Umschreibung, dass der Mensch die „Krone der Schöpfung“ wäre steht Arthur Koestlers sinnige Analyse, den Mensch als „Irrläufer der Evolution“ zu bezeichnen, gegenüber. Denn dort besagte Kluft zwischen Denken und Handeln beschäftigt auch die Juristin Angela Wierig, wenn sie über den Siegeszug der Dummheit referiert und ihre These vom Homo insipiens, dem Törichten und Unwissenden fokussiert abhandelt. Dass Dummheit allerdings auch Staatsziel Nummer Eins sein könnte, tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch, selbst wenn die Frage, um die alles kreist „Ist der Mensch gut oder böse?“ heißt.

Angela Wierig, Jahrgang 1962, lebt mit ihrem Mann und drei Hunden in Hamburg. 2018 erschien ihr Buch „Nazis Inside. 401 Tage NSU-Prozess“, wo sie als Strafverteidigerin einen Angehörigen der Nebenklage vertrat.  In ihrer Freizeit widmet sie sich der Herstellung von Zinnfiguren und spielt gerne historische Schlachten nach. Eventuell ist das aber auch nur ein Gerücht.

10/8 Euro



Freitag, der 9. Oktober um 20 Uhr

"Auf einmal war es schon das Leben"
Lebenslinien II -
Eine literarisch-musikalische Hommage an Eva Strittmatter zum 90. Geburtstag

Sie malte mit Worten wie mit Farben - klar und tief und voller Lust. Lebenslust. Einfach wollte sie schreiben, dass jeder sie verstehe. Die Schar ihrer Zuhörer wuchs beständig, die Zahl ihrer Leser blieb ungezählt. Sanft, aber unbeirrbar wird uns Eva Strittmatter an diesem Abend unter ihre Fittiche nehmen, der Faden der Poesie wird aufs Feinste gesponnen, umhüllt von Musik. Ob in einem Gedicht, einer Geschichte, in einem Vorwort ... wo immer sie ihre Worte auf die Reise schickte – sie waren und sie sind Türen, die uns nicht nur in ihre Seele blicken lassen.

Wort und Musik: Evelyn Kitzing

10/8 Euro



Sonnabend, der 10. Oktober um 20 Uhr
Buchpremiere
Bernd Wagner
Mao und die 72 Affen
oder Die geheimen Memoiren des Ewigen Vorsitzenden
samt dem Interview über die Coronoa-Pandämonie

Die Weltgeschichte muß umgeschrieben werden! Mao Tse tung ist nicht gestorben, sondern wurde bei einem Besuch seines Heimatdorfes im Jahr 1965 von einem daoistischen Priester in den Zustand der Unsterblichkeit versetzt, während ein Doppelgänger seine Geschäfte weiter führte. Die elysischen Gefilde liegen in den Shaodan-Bergen, in deren heißen Quellem sich Mao zusammen mit 72 Affen die Ewigkeit hauptsächlich mit Fernsehen vertreibt. Nicht nur das: mit Hilfe der magischen Zwiebeln des Daoisten kann er die Astralkörper der führenden Politiker beschwören und so die Weltpolitik in seinem und letztendlich chinesischen Sinne manipulieren: vom Zusammenbruch des Sowjetreiches über den Irakkrieg bis zur Flüchtlingskrise. Fünf Jahre lag diese bittere Satire und köstliche Spaß mangels mutiger Verleger in Wagners Schublade; jetzt kam ihm die Corona-Pandemie (von Mao -dämonie genannt) zu Hilfe und verlieh dem Buch den letzten Schliff. Wagner hatte sich nach seiner Niederschrift auf den Weg nach China gemacht, um die Welt vor Maos Manipulationen zu schützen - nun wird er in Hubei mit dem Ausbruch der Seuche konfrontiert, schlägt sich zu Mao durch und enthüllt in einem Interview die wahren Gründe der Epidemie. 

Bernd Wagner wurde 1948 in Wurzen (Sachsen) geboren. Nach seinem Studium arbeitete er als Lehrer in einem märkischen Dorf. Seit 1977 veröffentlicht er Romane, Erzählungen, Kinderbücher, Essays, Gedichte und Dramen. Von 1982 bis 1985 war er Mitherausgeber der illegalen Literaturzeitschrift "Mikado". 1985 wurde er von der DDR-Behörde von Ostberlin nach Westberlin ausgebürgert, wo er noch heute lebt. Sein letzter erfolgreicher Roman „Sintflut in Sachsen“, der Autobiografisches mit dem Facettenreichtum erlebter Zeit vermischt, erschien 2018.

10/8 Euro



Freitag, der 16. Oktober um 20 Uhr
Buchpremiere
Eva Rex
"Rettet den gesunden Menschenverstand!
Hannah Arendt im Mehrheitsdiskurs"

Mit dem 1951 erschienenen Buch „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ hat Hannah Arendt einen fundamentalen Schlüssel für die Totalitarismus-Forschung gelegt. Interpretiert allerdings wird die politische Theoretikerin zumeist aus dem geschlossenen Kosmos, der selbst totalitär agiert. Eva Rex, Autorin und Slawistin stellt Hannah Arendt indes nun in den Kontext der Aufklärung, dies im Sinne von „Sapere aude“, den Aufruf, mutig zu sein und sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. „Rettet den gesunden Menschenverstand!“ ist damit vor allem eins, die ideologischen Durchdringungen aller Lebensbereiche kritisch zu hinterfragen und sich totalitären Zwängen einer Mehrheitsgesellschaft zu widersetzen.

Eva Rex, geb. 1969 in Katowice, wuchs in Bielefeld auf und studierte in Berlin Slawistik und Osteuropäische Geschichte. Heute lebt sie in Dresden. Sie veröffentlichte einen Erzählband „Das Haus in Ceriana" und den Roman „Huta Ferrum“.

10/8 Euro


November:


Freitag | 6. November | 20 Uhr

Autorenlesung 
Hans-Joachim Maaz 

"Das gespaltene Land"

+++ ausverkauft +++ Restkarten an der Abendkasse +++

Die Menschen in Deutschland haben Angst vor einer Spaltung der Gesellschaft. Über 80 Prozent der Bevölkerung machen sich sehr große bzw. große Sorgen, dass die gesellschaftlichen Gruppen weiter auseinander driften. Auch bei der Frage, was die Gründe dafür sind, setzt sich die Spaltung fort. Der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz macht in seinem neuen Buch eine zu geringe innerseelische Verankerung der Demokratie dafür verantwortlich. Dass Spaltung und nicht eine reife Form der Auseinandersetzung die politische Bühne prägt, erklärt er aus der tiefen Selbst-Entfremdung großer Teile der west wie der ostdeutschen Bevölkerung. Den neuen Rechtsruck hingegen hält Maaz nicht für die eigentliche Krankheit unserer Gesellschaft. Vielmehr sieht er in ihm das Symptom einer Spaltung, die tiefer reicht als die herkömmlichen Gegensätze von links und rechts, fortschrittlich und reaktionär, Ost und West, Traditionalismus und Globalismus.

10/8 Euro


Montag | 9. November | 20 Uhr

„ZeitenBuch. Seitenweise Politik“
Autorenlesung und Gespräch 
Birk Meinhardt

"Wie ich meine Zeitung verlor"

+++ ausverkauft +++ Restkarten an der Abendkasse +++

Birk Meinhardt, 1959 in Berlin geboren, der lange für eine Tageszeitung gearbeitet hat, gehört zu den wenigen, die sich einer genauen Selbstbefragung unterzogen haben und ihre Position auf dem brüchigen Pflaster des Medienbetriebs zu orten versuchen. Seine Geschichte ist die eines leidenschaftlichen Journalisten, der als erster Ostler in der Redaktion eines angesehenen Blattes arbeitet und lange blind bleibt für die Widerstände, auf die seine Arbeit zunehmend trifft. Es ist die Geschichte einer Ernüchterung und – schließlich – einer Entzweiung. Er hat sie aufgeschrieben und stellt sie in die aufgeregten Diskussionen auf dem Feld, wo um Meinungsfreiheit ge- und die vermeintliche »Lügenpresse« bekämpft wird. Ist Birk Meinhardt ein Held der Pressefreiheit, ein Nestbeschmutzer, ein Ankläger, oder ist er einfach nur überempfindlich?

10/8 Euro


Donnerstag | 12. November | 20 Uhr

Ausstellungseröffnung und Lesung
mit Bernd Zeller

Zeller, Cartoonist und Autor, „letzter deutscher Satiriker“ (M. Klonovsky), hat auch das Theaterstück „Systemtheorie“ geschrieben, das wegen seiner Unaufführbarkeit zu den noch niemals gespielten Dramen gehört. Was also läge näher, als es in einer Lesung vorzutragen? Vieles, trotzdem tut er es. “Systemtheorie“ könnte zur Gattung der Akademikersatiren gezählt werden, wenn es diese Gattung gäbe, die Literaturwissenschaft ist aber noch nicht so weit.
Bernd Zeller macht sonst so die Online-Satirezeitung Zellerzeitung (zellerzeitung.de), wo er auch als Senior-Influencer täglich von Youtube zugeschaltet wird, sowie ehrenamtlich die Jenaer Seniorenzeitung „Rentnerisches Akrützel“, weil er vor dreißig Jahren die Studentenzeitung „Studentisches Akrützel“ mitbegründet und ein Jahr hauptamtlich geleitet hatte, so was prägt. In der übrigen Vergangenheit zeichnete er unter anderem für Eulenspiegel, zitty, Berliner Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Die Welt, Die Presse, pardon, den Raben-Kalender und manch anderes und war Gag-Autor für Harald Schmidt. Titanic-Redakteur auch noch und eine Woche Eulenspiegel-Redakteur.

10/8 Euro


Montag | 16. November | 20 Uhr

Autorenlesung und Vortrag
Dominique Görlitz

"Die Argonauten der Steinzeit"

Bis vor wenigen Jahren ging man in der Archäologie davon aus, dass die großen Zivilisationen des Altertums für alle technischen Innovationen verantwortlich waren. Diese breiteten sich danach in die Levante, ins Minoische Kreta und noch später in das ‚barbarische‘ Europa sowie in den Kaukasus aus. Heute kann gezeigt werden, dass kulturelle Einflüsse auch in umgekehrter Richtung von den frühesten Metallkulturen vom Kaukasus sowie vom Balkan aus erfolgten. In diese Richtung weisen auch die Überlieferungen von Herodot, der älteste Handelskontakte der Ägypter bis ins östliche Schwarzmeergebiet erwähnte. Eine dieser Routen führte vom Fuße des Kaukasus durch die Meerengen des Bosporus und der Dardanellen und weiter über die Ägäis bis ins östliche Mittelmeer. Aus diesem Grund führte Dominique Görlitz seine neue Schilfbootexpedition ABORA IV durch, um die Richtigkeit der von Herodot aufgestellten Überlieferungen experimentell zu überprüfen. Das Buch stellt sowohl neueste Forschungsergebnisse zum Bau der Großen Pyramide von Gizeh als auch alternative Befunde zur Interpretation der Himmelsscheibe von Nebra vor.

10/8 Euro


Montag | 23. November | 20 Uhr

Niccolò Paganini und Heinrich Heine
Ein musikalisch-literarisches Rendezvous
mit Florian Mayer

"FLORENTINISCHE NÄCHTE

Ende der zwanziger, Anfang der dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts schickt sich der Violinvirtuose Niccolò Paganini an, den Gipfel seines europäischen Ruhms zu erklimmen. Im gleichen Zeitraum geht der Stern des Schriftstellers Heinrich Heine in Deutschland auf. Beide Protagonisten treffen im Juni 1830 in Hamburg aufeinander. Heine beschreibt einen Konzertabend mit dem "Teufelsgeiger", eine Darstellung, die zu den berühmtesten und legendärsten Zeugnissen gehört, die vonseiten eines Poeten über eine Musikerpersönlichkeit verfasst worden sind, nicht zuletzt deshalb, da sich in ihr die Meisterschaft zweier absoluter Künstlerikonen offenbart. Nicht einmal zwei Jahre später kommen sich die beiden noch einmal nahe, ohne sich jedoch wirklich zu begegnen - im von der Cholera geplagten Paris.
Der Geiger Florian Mayerzeichnet mit virtuoser Musik und historischen Textdokumenten ein vielschattiertes Bild einer denkwürdigen Begegnung. Dies auch vor dem Hintergrund seines Tagebuchprojektes "Mein Paganini - die deutsche Reise", welches im Februar 2021 seinen Abschluss finden wird.

10/8 Euro


Freitag | 27. November | 20 Uhr

Autorenlesung
Cora Stephan

"Margos Töchter"

Jeder Mensch hat eine Mutter. Jana Seliger hatte zwei.

Cora Stephan erzählt die Geschichte zweier außergewöhnlicher Frauen und eines geteilten Landes über vier Jahrzehnte. Ein großer Roman über die Suche nach dem Glück in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und die Frage, was man opfern muss, um es zu finden. Leonore Seliger wächst als Außenseiterin in den 1960er-Jahren in der norddeutschen Provinz auf. Das Schicksal führt Leonore und Clara viel später in der DDR wieder zusammen. Die beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet ein Geheimnis. Jahrzehnte später kommt eine junge Frau diesem Geheimnis auf die Spur und begibt sich auf eine aufwühlende Reise in die Vergangenheit.
Cora Stephan ist seit vielen Jahren freie Autorin und schreibt Essays, Kritiken, Kolumnen bei zahlreichen Medien, wie bei „Tichys Einblick“ und auf der „Achse des Guten“ – und Bücher. Ihr Roman »Ab heute heiße ich Margo« erschien 2016.

10/8 Euro



Dezember:


Freitag | 4. Dezember | 20 Uhr

Bettina Gruber

"Leben unterm Regenbogen. Das neue Geschlechterregime und seine Folgen"

Der Mythos von den „Befreiungsbewegungen“ hält sich hartnäckig. Mit dem biologischen Geschlecht wird eine der elementarsten Tatsachen menschlicher Existenz geleugnet: die Bezogenheit der Geschlechter aufeinander, ohne die es uns alle nicht gäbe. In den sozialen Medien hat sich ein bunter Chauvinismus breitgemacht, der systematisch einen Keil zwischen die Geschlechter treibt – gefördert und vorangetrieben von der Politik. Die Lage ist historisch einzigartig: Eine Gesellschaft repräsentiert sich nicht in ihrer militärischen Macht, in ihren zivilisatorischen Errungenschaften und in ihren Gotteshäusern – stattdessen sucht sie ihren Ausdruck in der Zersetzung des natürlichen Geschlechts und in der Feier „interessanter“ Minderheitensexualitäten. Wie konnte es dahin kommen? Bettina Gruber, Dr. phil.habil., Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, und Publizistin lehrte u.a. an der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Dortmund, der Karl-Franzens-Universität Innsbruck, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der Emory-University, Atlanta und der Technischen-Universität Dresden, zuletzt im Bereich Kunstgeschichte. Im Bereich Publizistik Stammautorin von TUMULT. Vierteljahresschrift für Konsensstörung. Im Verlag Antaios sind unter dem Pseudonym Sophie Liebnitz 2018 „tote weiße männer lieben“ und 2020 „Antiordnung“ erschienen.

10/8 Euro


Montag | 7. Dezember | 20 Uhr

Klaus-Rüdiger Mai

"Und wenn die Welt voll Teufel wär: Martin Luther in Worms"

Am 2. April 1521 besteigt der Mönch und Doktor der Heiligen Schrift Martin Luther in der Universitätsstadt Wittenberg den Rollwagen, den der Goldschmied Christian Döring zur Verfügung gestellt hat. Obwohl die Reise zum Triumphzug wird und Bauern wie Bürger, Handwerker wie Fürsten zu seinen Predigten strömen, wird die Fahrt zum Reichstag nach Worms für Luther zur Prüfung. Er weiß, dass der Kaiser von ihm den Widerruf seiner Thesen und die Unterwerfung unter den Papst erwartet. Doch würde nicht die Rücknahme seiner Schriften Verrat an Gott und den Menschen bedeuten? Gewiss. Die Verweigerung der Unterwerfung aber wohl den Tod. Tragen nicht die Abgesandten des Papstes und die spanischen Reiter des Kaisers schon das Holz für seinen Scheiterhaufen zusammen? Luther denkt an Jan Hus, der wegen vergleichbarer Kritik trotz der Zusicherung kaiserlichen Geleits in Konstanz verbrannt worden war.
Ausgehend von neuesten Forschungsergebnissen erzählt der exzellente Biograph Klaus-Rüdiger Mai von Luthers Weg nach Worms und seiner Zeit auf der Wartburg. Vor allem aber lässt Mai uns die Zweifel und Ängste Luthers nachempfinden und schließlich den Mut des Mannes, der in Zeiten von Korruption, Unterdrückung und Dekadenz für seinen Glauben und seine Gewissheiten einstand und damit die Welt veränderte. So geschehen in Deutschland im Jahr 1521.
Klaus-Rüdiger Mai, geboren 1963, Schriftsteller, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie, verfasst Romane, Historische Sachbücher, Essays und Artikel als ständiger Autor u.a. für „Tichys Einblick“.

10/8 Euro


Freitag | 11. Dezember | 20 Uhr

Manfred Haferburg

"Wohnhaft"

Wohn-Haft ist ein Roman, der auf einer wahren Geschichte basiert. Der Leser taucht in den Alltag der DDR-Jahre ein. Er begegnet Menschen, die in dieses Land hineingeboren wurden und die sich hinter der Mauer einrichten müssen. Manche sind stark. Manche sind zu schwach, den Verlockungen der Menschenfänger zu widerstehen. Die Geschichte bietet Einblicke ins Innenleben eines schier allmächtigen Apparates und fasziniert folgen wir den Bonzen und Schergen bis in den Kopf hinein. Spitzel sind auf Spitzel angesetzt. Abgestoßen lesen wir von der Intelligenz des Bösen, von dessen Gemeinheit und Schläue. Eine Lehrstunde über totalitäre "Systeme", wie sie als Gesamtheit funktionieren, samt genauer Beschreibungen einzelner Rädchen.
Manfred Haferburg wurde 1948 im Osten Deutschlands geboren. Er wuchs in Sachsen-Anhalt auf und studierte in Dresden. Er arbeitete im Kernkraftwerk Greifswald, dem damals wohl größten Atomkraftwerk der Wel und geriet ins Visier der Staatssicherheit. Von seinem besten Freund verraten verlor Manfred erst seinen Beruf, dann seine Familie und zuletzt die Freiheit. Ein Irrweg durch die Gefängnisse des sozialistischen Lagers begann, der im berüchtigten Stasigefängnis Hohenschönhausen endete. Hier gehörte er zu den letzten Gefangenen, die von der Stasi entsorgt wurden. Manfred Haferburg lebt heute mit seiner Frau in Paris.

10/8 Euro


Sonnabend | 19. Dezember | 20 Uhr

"Weihnachtsgaben. Aus der Märchenschatztruhe der Gebrüder Grimm"

Das Jahr neigt sich, Zeit innezuhalten, sich zu besinnen und das Leben zu feiern. Dazu öffnen wir zu aller Vergnügen die Märchenschatztruhe der Gebrüder Grimm, denn Weihnachtszeit ist auch Märchenzeit. Ein nicht geringer Teil dieses sagenhaften Schatzes ist allerdings kaum bekannt. Höchste Zeit, daraus die eine und andere Märchenperle aufzuheben und im Licht des Advents erstrahlen zu lassen. Auserlesen ist auch der musikalische Rahmen dieses Programms. Fein abgestimmt und passend zu den Märchen wie auch der Zeit wird der Klang der verschiedenen Blockflöten, von der Sopran bis zur Bassblockflöte, dem Abend Glanzlichter aufsetzen.

Es spielt Bettina Preusker, es liest und erzählt Evelyn Kitzing.

12/10 Euro



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