Veranstaltungen November  2019                                   
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VORSICHT: LITERATUR!
Wir sind auf you tube!

"Aufgeblättert. Zugeschlagen - Mit Rechten lesen"

"Aufgeblättert. Zugeschlagen - Mit Rechten lesen"
Literatur verbindet, Lesen verbündet! Mit Rechten reden? 

Wir machen mehr: "Aufgeblättert. Zugeschlagen - Mit Rechten lesen" ist die neue regelmäßige Literatursendung zu drei aktuellen Büchern des literarischen Lebens, ein Austausch zwischen der Publizistin Ellen Kositza vom Verlag Antaios, der Buchhändlerin Susanne Dagen vom BuchHaus Loschwitz und einem jeweils neuen Gast. Unabhängig, geistreich und am Diskurs interessiert. 

Unser Gast der 9. Sendung war Erik Lehnert, besprochen wurden Bücher von Lawrence Osborne ("Wie schöne Tiere wir sind"), von Christoph Hein ("Gegenlauschangriff") und von Thomas Karlauf ("Stauffenberg)

Ein vergnügliches Plädoyer für vorurteilsfreies Lesen und ein Gemeinschaftsprojekt vom Verlag Antaios, Schnellroda und dem BuchHaus Loschwitz, Dresden. 

Antaios Verlag www.antaios.de BuchHaus Loschwitz www.buchhaus-loschwitz.de

https://www.youtube.com/watch?v=L-Ln_FFN7Tk&t=1750s

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in den Schaufenstern:

- "Bauhaus 100"  

- "Die schönsten deutschen Bücher 2019"-
   prämiert von der Stiftung Buchkunst


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November 2019:


Freitag, der 01. November um 20 Uhr
Buchpremiere 

Radjo Monk "Blaue Wunder" 

Der 7. Band des Lyrikstipendiums "poet in residence 2019" ist dem diesjährigen Stipendiaten Radjo Monk gewidmet. Monks Gedichte entstanden während des dreimonatigen Stipendiums in Loschwitz und unter Einfluß der hiesigen Kulturlandschaft.

Radjo Monk 1959 in Hainichen geboren und aufgewachsen. Schon 1973 entdeckte er seine Begabung für die Dichtkunst. Zunächst als junges Talent gefördert, geriet er ab 1978 als »Aussteiger« ins Visier der Staatssicherheit der DDR, die 1984 die Immatrikulation am Literaturinstitut Leipzig trotz erfolgreicher Bewerbung verhinderte. Veröffentlichungen blieben bis 1990 auf Anthologien und Zeitschriften beschränkt. Seit 1984 lebt er in Leipzig. 2004 Diplom im Fach Medienkunst an der Hochschule für Graphik und Buchkunst, Leipzig.

Er ist als freier Autor, bildender Künstler, Video- und Filmemacher tätig und integriert graphische und experimentelle Aspekte in seine Arbeit. Dabei gewinnt er schöpferische Energie aus diversen Formen von Grenzüberschreitungen, die u.a. in Videoperformances bei Auftritten mit Jazzmusikern zu erleben sind. Monk realisiert spartenübergreifende Ausstellungen wie aktuell mit Edith Tar das Intermediale Zeitzeugenprojekt „An den Pontischen Hängen von Lebus“ in der Runden Ecke, der ehemaligen Stasizentrale von Leipzig, zu begehen noch bis 31.1.2020.

Eintritt frei



Freitag, der 08. November um 20 Uhr
"70 Jahre DDR"

Prof. Thomas Naumann
"Anmut sparet nicht - Deutsche Hymnen"

So schwierig wie unser Verhältnis zur eigenen Geschichte ist auch die
Haltung zu unseren Hymnen. Oft wurde angeregt, der Welt und uns nicht
mehr das Lied zuzumuten, unter dem Deutschland Europa mit schrecklichen
Kriegen überzogen hat.
Neben dem Deutschlandlied lohnt ein Blick auf Schillers
Ode an die Freude, Brechts Kinderhymne oder Bechers DDR-Hymne.
Man höre - und staune: Wegen des gleichen Versmaßes passen die
Melodien von Haydn, Beethoven und Eisler zu allen Texten!
Lassen Sie sich anhand vieler Musikbeispiele zu einem reizvollen Spiel
mit den Texten und Melodien deutscher Hymnen verführen!

Prof. Thomas Naumann wurde 1953 in Dresden geboren und studierte in
seiner Heimatstadt Physik. Seit 1975 erforscht er am heutigen Deutschen
Elektronen-Synchrotron DESY in Zeuthen bei Berlin die Physik der
Elementarteilchen. Er arbeitet am Large Hadron Collider LHC des
Europäischen Zentrums für Kernforschung CERN in Genf und leitet die
Gruppe Teilchenphysik des DESY in Zeuthen. Seit 2005 lehrt er als
Honorarprofessor an der Universität Leipzig und berichtete auf internationalen Tagungen über das Feintuning der Naturkonstanten, Einsteins Dialog mit Gott sowie Brechts Verhältnis zur Bibel.

10/ 8 Euro


Sonnabend, der 09. November um 20 Uhr
"70 Jahre DDR"
Matthias Matussek liest aus "Palasthotel"

Als das Buch 2005 erschien war es sechzehn Jahre her und (damals) schon vergessen: Was vom Fall der Mauer übrig blieb, sind ein paar Fernsehbilder, ein kleiner Vorrat von Zitaten und Klischees.

Matthias Matussek war damals als SPIEGEL-Reporter dabei und hat alles festgehalten: das Gewühl der Demonstranten vor dem ZK, die Geisterfahrten durch die Provinz, die Freude und die Gier, den Wirrwarr und die Wut. Ein Dreivierteljahr hat er sich eingenistet im Ost-Berliner Palasthotel, Zimmer 6101. Hautnah beschreibt er die Fassaden und die Hintertreppen der "Wende", die eher einer riesigen Karambolage glich. Und er verschweigt auch nicht die Schäden, die der Zusammenstoß zweier Gesellschaftssysteme zur Folge hatte und die bis heute schmerzen. 

Die FAZ charakterisierte Matussek als eine "Art Ethnograph", der die unmittelbaren und damals doch völlig unbekannten Nachbarn erforscht. Zwischen die Texte von damals, über Heiner Müller und Ruth Berghaus, Ignaz Bubis, Christa Wolf, Hans-Peter Minetti, das Museum für Deutsche Geschichte und die Heinrich-Hertz-Oberschule in Ost-Berlin, über den Buchhandel in der DDR, die DEFA und Gregor Gysi im Wahlkampf, stelle Matussek Überleitungen, in denen er erzähle, wie er sich damals gefühlt und was er selbst zwischen den Gesprächsterminen und Ortsbesichtigungen gemacht habe. Das Resümee des Rezensenten: "Ein besserer Weg zum alten neuen deutschen Anfang findet sich nicht so schnell."

10/ 8 Euro

+ + + Leider schon ausverkauft + + +  evtl. Restkarten an der Abendkasse + + +

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Mittwoch, der 13. November um 20 Uhr
"Tunnel zum Glück"
Ausstellungsgespräch und Finissage mit Axel Krause

Der Leipziger Künstler Axel Krause studierte von 1981 bis 1986 Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Von 1990 bis 1993 arbeitete er als Theatermaler an der Oper Leipzig. Parallel dazu wirkte Krause von 1989 bis 1999 als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Abteilung Abendakademie. In der Fachrichtung Malerei unterrichtete er figürliches Zeichnen und Akt. Die Beschäftigung mit geistigen Vätern wie Edward Hopper, Balthus und Giorgio de Chirico bestärkte ihn in seinem Bestreben zu surrealen, inszenierten, dingpräzisen Bildfindungen. Er gilt als exponierter Künstler der Neuen Leipziger Schule.

Im August 2018 trennte sich die Leipziger Galerie Kleindienst von Krause, da sie dessen politische Ansichten „weder teilen noch mittragen wollte.“ Diese in die Öffentlichkeit getragene Entscheidung befeuerte die bereits heftige Debatte um die „Grenzen der Kunstfreiheit“ und insbesondere um die Frage, wie die politischen Äußerungen von Künstlern zu bewerten und einzuordnen seien. Krause wurde 2019 als ausstellender Künstler durch das Kuratorium der 26. Leipziger Jahresausstellung ausgewählt und vom Vorstand dazu eingeladen. Daraufhin wurde öffentlicher Druck auf den Vorstand der L.J.A. ausgeübt, der daraufhin die Einladung widerrief.

Eintritt frei



Sonnabend, der 16. November um 20 Uhr

Liederabend
"
Das Lied Fryderyk Chopins"

Es erklingen Lieder und Klavierwerke des Komponisten, u.a. der in Dresden komponierte As-Dur Walzer op. 69 Nr. 1., den Fryderyk Chopin (1810-1849) zum Abschied für seine Jugendliebe Maria Wodziñska am 24.09.1835 komponierte. In seinen Liedern erklingen Elemente der polnischen Folklore, wie Rhythmen der Mazurka, des Kujawiaks oder der Polka wieder und die Nähe zu seinen Klavierkompositionen wird erfahrbar. 

mit Birgit Polter (Klavier) und Katharina Scheliga (Sopran) 

14/ 10 Euro


Freitag, der 22. November um 20 Uhr

LEBENSLINIEN 
"Grüße aus Schulzenhof.
Eine literarische Hommage an Erwin und Eva Strittmatter"

Er sammelte sie auf wie Kieselsteine – Anekdoten, Beobachtungen in der Natur, Lebens- weisheiten, Komisches, Stilles, Wunderbares, verwandelte Leben in Literatur und ließ es im Schein der Poesie erstrahlen. Sie, Eva, seine wunderbare Frau, hielt die Hand über ihn. In tiefer Verehrung seines literarischen Könnens wachte sie über das Glück seiner Tage. Schulzenhof war der Ort ihrer Träume.

In einer kurzweiligen Auswahl von Geschichten, Anekdoten und Briefen zeichnet der Abend behutsam das Bild zweier außergewöhnlicher Menschen, die das Leben vereinte in der Last ihrer Pflichten, im Rausch ihrer Freude, in der Stille. Sie haben ihre Prüfungen bestanden, gemeinsam und jeder auf seine Weise und die Nachwelt mit wunderbaren literarischen Zeugnissen eines guten, einfachen Lebens beschenkt.

mit Evelyn Kitzing

10/ 8 Euro


Montag, der 25. November um 20 Uhr

"Mayer trifft ... Romy Petrick (Sopran)"

Die Sangeskunst zu Gast bei Florian Mayers Stelldichein: Mit der Sopranistin Romy Petrick ist eine Frau zu Gast, deren Vielseitigkeit als schlichtweg beeindruckend zu bezeichnen ist. Jahrelang war sie Mitglied des Solistenensembles der Landesbühnen Sachsen und der Dresdner Semperoper und reüssiert auch weiterhin bei attraktiven konzertanten Aufgaben. Die promovierte Musikwissenschaftlerin, die auch Philosophie studierte, verfasste zudem mehrere Bücher zur Musikgeschichte und engagiert sich mit einem eigenen Verlag. Damit nicht genug, kämpft Romy Petrick doch beherzt für die Erhaltung historischer Denkmale im Sächsischen Land, organisiert Veranstaltungen und sammelt Spenden. Zudem wird sie - frisch von einer Reise aus dem Iran zurückgekehrt - von Erlebnissen aus einem Land berichten, in welchem Frauen nicht öffentlich singen dürfen. Ein höchst interessanter Abend!

14/ 10 Euro


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Vorschau  Dezember 2019:


Montag, der 09. Dezember um 20 Uhr

+ + + Weihnachten Spezial + + +

"Ausgelesen und Benotet"

Rhetorik trifft Perfektion, Buchstaben auf Melodie - die Buchhändlerin Susanne Dagen und der Geiger Florian Mayer präsentieren ihre Lieblingsbücher des Herbst 2019.

10/ 8


Montag, der 16. Dezember um 20 Uhr

+ + + Weihnachten Spezial + + +

"Zur Lage.
Ein Gespräch zwischen Prof. Werner Patzelt und Uwe Tellkamp"

Werner J. Patzelt, geb. 1953 studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte und wurde, nachdem er 1991 als als Gastprofessor an der Technischen Universität Dresden wirkte 1992 zum Gründungsprofessor des Instituts für Politikwissenschaft an der TU Dresden berufen und übernahm dort den Lehrstuhl für Politische Systeme und Systemvergleich. Seit 1994 Mitglied der CDU, zuvor parteilos, pflegt er neben seiner wissenschaftlichen Arbeit den Austausch mit Vertretern des gesamten politischen Spektrums, und zwar von der Linkspartei bis zur AfD. Ferner betätigt er sich als Kommentator und Analytiker aktuellen politischen Geschehens in Presse, Hörfunk und Fernsehen.

Er ist ein streitbarer Politik-Analytiker, legt den Finger in die Wunden, spricht Wahrheiten aus, die andere schmerzen, kritisierte zum Beispiel, dass die Bundestagsabgeordneten einen Bundestags-Vize der AfD verhinderten. Patzelt unterschrieb den Aufruf „Schluss mit dem Gender-Unfug“, macht die CDU für das Erstarken der AfD mitverantwortlich und arbeitete auch deshalb am Landtags-Wahlprogramm der sächsischen Christdemokraten mit. Nach der Verwehrung einer Seniorprofessur an der TU Dresden sieht er sich nun „... gut gelaunt in einem neuen Lebensabschnitt“.


Uwe Tellkamp, geb. 1968 studierte Medizin, widmet sich seit 2004 ausschließlich dem Schreiben. Sein 2008 erschienener Roman „Der Turm“ gilt als Wenderoman, obgleich er vor allem die letzten 7 Jahre der DDR im Dresdner Bildungsbürgertum beschreibt. Spätestens seit seiner Rolle als Erstunterzeichner der „Charta 2017“anläßlich der Vorkommnisse auf der Frankfurter Buchmesse 2017 die eine „Gesinnungsdiktatur“ und einen drohenden Verlust von Meinungsfreiheit anmahnt, wird er als kritische politische Stimme wahrgenommen.

Vor der Leipziger Buchmesse 2018 sorgten Äußerungen Tellkamps bei einer öffentlichen Diskussion im Dresdner Kulturpalast mit Durs Grünbein zur „Meinungsfreiheit in der Demokratie“ für wochenlange mediale Diskussionen und Anfeindungen des Autors. Als Erstunterzeichner der „Erklärung 2018“ stellte er wiederum seine kritische Position zur deutschen Migrationspolitik in den Fokus der Öffentlichkeit. Tellkamp lebt und arbeitet in Dresden.

10/ 8

+ + + Leider schon ausverkauft + + +  evtl. Restkarten an der Abendkasse + + +


Mittwoch, der 18. Dezember um 20 Uhr

+ + + Weihnachten Spezial + + +

"N`Hutzenobend is fei schie"

Hutzenabend heißt im Erzgebirge: in der Adventszeit zusammensitzen beim Klöppeln, Schnitzen und Basteleien, dazu werden Geschichten erzählt und gemeinsam Lieder gesungen. Lassen Sie sich verzaubern von den Schätzen des Erzgebirges, vom Erzählten und (Mit)Gesungenem!

mit Helga Werner, Staatsschauspiel Dresden und Elke Birninger, Volkskunstmuseum Dresden

10/ 8  




Vorschau  " 70 Jahre DDR "

Die Themenreihe im Aktionszeitraum vom 8. Mai bis zum 9. November 2019
Schirmherr: Uwe Tellkamp

  • 27. Mai Arnold Vaatz im Gespräch mit Uwe Tellkamp 
  • 21. Juni Lesung mit Michael Klonovsky „Land der Wunder“
  • 6. September Lesung mit Monika Maron „Zwei Brüder“
  • 2. Oktober Vera Lengsfeld im Gespräch mit Uwe Tellkamp 
    + + + Leider schon ausverkauft + + + 
  • 7. Oktober Gespräch Michael Klonovsky und Alexander Wendt
    + + + Leider schon ausverkauft + + + 
  • 8. November Vortrag mit Prof. Thomas Naumann
    "Anmut sparet nicht - Deutsche Hymnen"
  • 9. November Lesung mit Matthias Matussek „Palasthotel“  
    + + + Leider schon ausverkauft + + + 








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