Aktuelle Veranstaltungen 
"JEDEN TAG EIN BUCH!" - In der gesetzlichen Schließzeit vom 19. März bis 20. April finden Sie unsere täglichen Buchempfehlungen aller Genre unter 
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Achtung!


Liebe Leser, liebe Freunde, liebe Gäste!

Aus Gründen des Infektionsschutzes sind wir verpflichtet,
vom 19. März bis zum 20. April

unsere Buchhandlung geschlossen zu halten.

Trotzdem geht der Betrieb weiter, wenn auch nur hinter den Kulissen...

Alle Veranstaltungen sind bis zum 20. April abgesagt oder verschoben.

Dennoch sind wir täglich für Sie telefonisch
unter 0351- 268 52 75

für Bestellungen und aufmunternde Gespräche zu erreichen.

Gern erfüllen wir Ihnen auch Ihre Wünsche, die zu uns per mail buchhaus_loschwitz@t-online.de gelangen.

Bitte teilen Sie uns dazu nur mit, ob Sie eine postalische Lieferung wünschen oder eine Abholung wochentags von 10-18 Uhr vorziehen.

Auf facebook https://m.facebook.com/buchhaus?locale=de_DE 
stellen wir Ihnen zudem in der Reihe JEDEN TAG EIN BUCH einen unserer Lieblingstitel jedweden Genres vor.

Bleiben Sie schön neugierig und uns weiter gewogen! 
In der Hoffnung auf ein baldiges gesundes Wiedersehen,

Ihre

Susanne Dagen und Michael Bormann



In den Schaufenstern:


- EXIL - Mit Büchern von Monika Maron, Uwe Tellkamp und Jörg Bernig

- 25 Jahre BuchHaus Loschwitz! 


trenner 2


April:


Donnerstag, der 02. April um 20 Uhr
Verschoben auf den 03.06.20 !!!

"ZeitenBuch. Seitenweise Politik"
Maaz, Hans-Joachim
"
Das gespaltene Land. Ein Psychogramm"

Verschoben auf den 03.06.20 + + + gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit + + + Reservierungen bitte für den neuen Termin nochmal bestätigen + + + 


Montag, der 06. April um 20 Uhr
Verschoben auf den 28.05.20 !!!

Buch-Vortrag mit Musik 
Klaus Wilk
"The famous TANZSINFONIKER for Jazz" 

Verschoben auf den 28.05.20 + + + gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit + + + Reservierungen bitte für den neuen Termin nochmal bestätigen + + + 



Freitag, der 17. April um 19 Uhr

Ausstellungseröffnung
Piotr Marek – Hinduismus, Drogen, Surrealismus im kommunistischen Polen

Der polnische Künstler Piotr Marek, (geb. 1950 in Krakau, gest. durch Suizid in Krakau 1985) war ein typischer genialer Autodidakt. Schon mit 20 Jahren wurde er als außerordentliches Mitglied in die „Vereinigung Polnischer Darstellender Künstler“ aufgenommen, obwohl er niemals eine akademische Ausbildung genossen hatte. Er behauptete gern, kein Talent als Maler zu haben und sich eben deshalb auf die Technik zu konzentrieren. Seine Bilder spiegeln diesen Drang nach technischer Perfektion in eindrucksvoller Weise. Was er seine „kleinen Ideen, Mini-Proteste oder Karikaturen der Ereignisse“ nannte, transportieren die Bilder souverän.

Seine Kunst spiegelt in faszinierender Weise die Wahrnehmung der Hippiebewegung in einem Land hinter dem Eisernen Vorhang. Er malte nicht nur, sondern organisierte Happenings und Performances. Ende der siebziger Jahre sind seine Bilder geprägt von Drogenerfahrungen und dem Einzug hinduistischen Gedankengutes nach Europa und Polen. Anfang der achtziger Jahre, nachdem der Kriegszustand in Polen ausgerufen wurde, tauchen schillernde politisch-kritische Elemente in seinen Bildern auf. In den letzten Jahren seines Lebens gründete dieser große exzentrische Einzelgänger auch noch eine sehr erfolgreiche Musikgruppe.

Sein außergewöhnliches Talent wurde durch westeuropäische Beobachter schnell erkannt und so befinden sich die meisten seiner Bilder in westeuropäischen Sammlungen, vor allem in Deutschland und Großbritannien. Über eine große Sammlung in Polen verfügt das Museum der Stadt Grünberg.

In Zusammenarbeit mit REMM - Rat europäischer Migranten und Minderheiten

Eintritt frei


Mittwoch, der 22. April um 20 Uhr

Vortrag
Domininique Görlitz
"Die Argonauten der Steinzeit"

Bis vor wenigen Jahren ging man in der Archäologie davon aus, dass die großen Zivilisationen des Altertums für alle technischen Innovationen verantwortlich waren. Diese breiteten sich danach in die Levante, das Minoische Kreta und noch später ins barbarische Europa sowie den Kaukasus aus. Heute kann gezeigt werden, dass diese Beeinflussung auch in umgekehrter Richtung von den frühesten Metallkulturen vom Kaukasus sowie vom Balkan aus erfolgten. In diese Richtungen tendieren auch die Überlieferungen von Herodot, der älteste Handelskontakte der Ägypter bis ins östliche Schwarzmeergebiet beschreibt. Eine dieser Routen führte vom Fuße des Kaukasus über den Bosporus, den Dardanellen und über die Ägäis mindestens bis Kreta. Diese Fernhandelsaktivitäten werden von vielen Archäologen immer noch ignoriert.

Aus diesem Grund führte Görlitz die neue Schilfbootexpedition ABORA IV durch, um die Richtigkeit der von Herodot aufgestellten Überlieferungen in der Praxis zu überprüfen. Im Kielwasser der Argonauten segelte die ABORA IV vom bulgarischen Varna durch den Bosporus und über Santorin bis nach Kaş in der Türkei. Die Expedition folgte damit prähistorischen Handelsrouten, die einzigartige Stätten der Weltgeschichte sind.

In seinem Vortrag präsentiert Dr. Dominique Görlitz neueste Befunde der transdisziplinären Forschung und erläutert, warum die Seereise im Kielwasser Thor Heyerdahls 50 Jahre nach dem Start des Papyrusbootes RA I so wichtig war.

In Zusammenarbeit mit dem Weltbuch Verlag

10/8 Euro


Freitag, der 24. April um 20 Uhr

Autorenlesung
Uwe Tellkamp
"Das Atelier"

Bilder mit Worten malen – man könnte meinen, dies geschähe, liest man Tellkamps Texte. Das Atelier gewährt faszinierende Einblicke in die Bilder und Welt der sächsischen –insbesondere Dresdner – Kunstszene, freilich nicht als Report oder schieres Abbild, sondern als Dichtung und Wahrheit: auf irrisierende Weise stets auch das Ganze bedenkend.

Uwe Tellkamp, 1968 in Dresden geboren, studierte in Leipzig, New York und Dresden Medizin und arbeitete als Arzt an einer unfallchirurgischen Klinik. 2000 erschien sein Debütroman "Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Cafe". Für seine Lyrik bereits mehrfach ausgezeichnet, erhielt Uwe Tellkamp 2004 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2008 wurde er für seinen Roman "Der Turm" mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

10/ 8 Euro 

+ + + Ausverkauft + + + evtl. Restkarten an der Abendkasse + + +



Vorschau Mai


Montag, der 4. Mai um 20 Uhr

Autorenlesung
Harald Martenstein
"Jeder lügt so gut er kann: Alternativen für Wahrheitssucher"

Harald Martenstein ist einer der meistgelesenen Autoren Deutschlands. In seinen kurzen Texten wagt sich der vielfach preisgekrönte ZEIT-Kolumnist immer wieder an die großen Themen der Gegenwart – subjektiv, überraschend, witzig. Ob es um politische Korrektheit, um Migration, Feminismus, um Ausgrenzung, Meinungsfreiheit  oder um scheiternde Utopien geht: Martenstein hat keine Angst davor, sich unbeliebt zu machen und dem Mainstream zu widersprechen. In »Jeder lügt so gut er kann« geht es aber auch immer wieder um das private Scheitern und Alltagsprobleme, als Vater, als Berliner, als Mann oder Deutscher. Brillante Glossen – intelligent und amüsant. 

10/ 8 Euro 

+ + + Ausverkauft + + + evtl. Restkarten an der Abendkasse + + +


Donnerstag, der 7. Mai um 20 Uhr
Am Vorabend des 8. Mai

Joachim Paschen
"Die Weltenlenker: Zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs"

Ist es zulässig, Chamberlain, Hitler, Roosevelt und Stalin in eine Reihe zu stellen? Ja, sagt der Hamburger Historiker Joachim Paschen. Es ist sogar notwendig, um aus dem Zusammenspiel der vier „Weltenlenker“ überraschende Erkenntnisse zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs zu gewinnen. 
80 Jahre danach schildert der Autor, wie sich die Großen der Weltpolitik zwischen 1935 und 1939 in Position bringen und sich auf Krieg einstellen. Zum ersten Mal wird eine Gesamtschau gewagt und an zentralen Ereignissen vorgeführt, welche Interessen in London, Berlin, Washington und Moskau verfolgt wurden. Es ist eine Geschichte der Machtdiplomatie, bei der deutlich wird, was Egomanen und Selbstdarsteller in der Weltpolitik anrichten können. 
Aber auch jene Menschen bleiben im Blick, die damals mitmachen wollten oder mitmachen mussten: Wie sie das kommende Verhängnis erlebten, offenbart sich in den vielen Zitaten aus Zeitungen, Tagebüchern und Erinnerungen. 
Indem der Autor vor allem die zeitgenössischen Quellen sprechen lässt, gelingen ihm sehr anschauliche und spannende Schilderungen, die durch zahlreiche Bilder ergänzt werden. 

Joachim Paschen, geboren 1944, promovierte 1973 in Geschichte. Von 1987 bis 2003 war er Direktor der Staatlichen Landesbildstelle Hamburg, von 1990 bis 2011 außerdem Lehrbeauftragter für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg. Er hat zahlreiche Bücher und Bildbände zur Geschichte Hamburgs im 20. Jahrhundert veröffentlicht; zuletzt erschien eine Trilogie zur Geschichte Hamburgs von 1918 bis 1933.

10/ 8 Euro 


Freitag, der 15. Mai  18 – 22 Uhr und
Samstag, der 16. Mai  10 – 18 Uhr 

Einführungsseminar (2-tägig)
"Gewaltfreie Kommunikation"

Die ‚Gewaltfreie Kommunikation‘ (GFK) ist eine Methode, um mit Menschen Beziehungen zu halten oder aufzubauen, auch wenn diese völlig andere Meinungen vertreten.

Dadurch wird die GFK für alle interessant, die einen Ausweg suchen aus der Spirale von Anfeindung, Ausgrenzung und Nicht-Gehört-Werden, die heute unseren Umgang miteinander – gerade bei politischen Themen – oft kennzeichnet.

Die ‚Gewaltfreie Kommunikation‘ urteilt nicht über andere, sondern hört heraus, welche Gefühle und Bedürfnisse hinter Parolen und Schuldzuweisungen stecken. Sie akzeptiert, dass jeder subjektiv gute Gründe hat, so zu reden und zu handeln, wie er es tut. Gleichzeitig hilft sie, eigene Wertvorstellungen so auszudrücken, dass andere sie hören können, ohne sich angegriffen zu fühlen.

Die GFK setzt darauf, dass Empathie stärker und nachhaltiger verändert als Belehrung. Dabei geht es nicht um das ‚Weichspülen‘ von Meinungsverschiedenheiten – im Gegenteil: Verstehen heißt nicht, einverstanden zu sein!

Das Einführungsseminar bietet die Möglichkeit, diese ‚Sprache‘ in einer kleinen Gruppe zu erlernen und auszuprobieren. Nach ersten Übungen (Was ist eine Beobachtung? Was ist schon Interpretation?) und ‚Vokabeltrainings‘ zu Gefühlen und Bedürfnissen können die Teilnehmer schnell selbst erlebte Situationen nachspielen: Warum genau hat mich das so aufgebracht? Wie ist es dem anderen wohl dabei gegangen? Was sind seine eigentlichen Beweggründe? Was hat mir am meisten gefehlt? Und welche Optionen ergeben sich für uns beide daraus?

Die Methode der ‚Gewaltfreie Kommunikation‘ wurde vom US-amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg entwickelt und wird heute weltweit in Konfliktlösung, Mediation und Versöhnungsarbeit angewandt.

Claudia Althaus ist zertifizierte Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation. Sie hält Seminare und Vorträge für Unternehmen und gemeinnützige Einrichtungen.

Martin Althaus ist Unternehmensberater und Führungskräfte-Coach. Er unterstützt Firmen bei Veränderungsprozessen und einer besseren Zusammenarbeit.

Seminargebühr 80/60 €
max. 15 Teilnehmer


Montag, der 25. Mai um 20 Uhr

Autorenlesung
Cora Stephan
"Margos Töchter"

Jeder Mensch hat eine Mutter. Jana Seliger hatte zwei.

Cora Stephan erzählt die Geschichte zweier außergewöhnlicher Frauen und eines geteilten Landes über vier Jahrzehnte. Ein großer Roman über die Suche nach dem Glück in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und die Frage, was man opfern muss, um es zu finden. Leonore Seliger wächst in den 1960er-Jahren in der norddeutschen Provinz auf. Sie ist eine Außenseiterin, unangepasst, rebellisch. Trost findet sie bei Clara, einer Brieffreundin aus der DDR, die sie in einem Pioniercamp der DDR getroffen hat. In einem verrauchten Jugendclub in Osnabrück lernt Leonore die Musik der Beatles kennen, nach dem Abitur in England die freie Liebe. Während sie im Deutschen Herbst in Frankfurt studiert und durch eine verhängnisvolle Affäre ins Visier der Polizei gerät, bereitet sich Clara in Ostberlin auf eine große Aufgabe vor. Im Auftrag des Ministeriums für Staatssicherheit soll sie in den Westen gehen, um dort für die Genossen die Augen aufzuhalten. Kurz bevor sie die DDR verlässt, bekommt sie eine Tochter und ist gezwungen, eine nahezu unmögliche Entscheidung zu treffen. Das Schicksal führt Leonore und Clara wieder zusammen. Die beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet ein Geheimnis. Jahrzehnte später kommt eine junge Frau diesem Geheimnis auf die Spur und begibt sich auf eine aufwühlende Reise in die Vergangenheit.

Cora Stephan, promovierte Historikerin, Publizistin und Schriftstellerin, geboren 1951 in Niedersachsen, lebt im hessischen Vogelsberg und in Südfrankreich. Sie schreibt Essays, Kritiken und Kolumnen und hat neben zehn Sachbüchern mehr als ein Dutzend Romane veröffentlicht. In ihre zeithistorischen Roman, „Ab heute heiße ich Margo“, 2017 erschienen, beginnt sie, die Geschichte von Margo zu erzählen. Unter dem Pseudonym Anne Chaplet schriebt sie Krimis, angesiedelt in ihrer zweiten Heimat Südfrankreich.

10/ 8 Euro


Donnerstag, der 28. Mai um 20 Uhr

Buch-Vortrag mit Musik 
Klaus Wilk
"The famous TANZSINFONIKER for Jazz" 

Die DRESDNER TANZSINFONIKER jazzten über ein halbes Jahrhundert in ihrem unverwechselbaren swingenden Sound auf nationalen und europäischen Bühnen zur Freude des begeisterten Publikums.
Verehrend und liebevoll fast nur „DIE HÖRIGS“ nach ihrem legendären Leader, Pianisten und Kapellmeister Günter Hörig genannt, eroberten die 14 Klasse-Musiker und ihre Gäste sowohl als Big Band wie auch in der Dixielandgruppe, im Sextett, Quartett und Piano-Trio die großen Säle, Jazzkeller und Freilichtbühnen.
Nach der Premiere 1946 im zerstörten Dresden zeitigte der alsbald gefüllte Terminkalender reichlich Konzerte, Rundfunk- und später Fernsehmitschnitte, Studio- und Schallplattenaufnahmen. Verdienstvoll war auch das Engagement von Orchestermitgliedern bei der Nachwuchs-Ausbildung an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden. Auch damit verhalf die damals dienstälteste Big Band Europas der Jazzmusik zu einem vielbeachteten Platz im hiesigen kulturell-künstlerischen Leben, den sie noch heute innehat. 

Der Kontrabassist Lars Födisch und Tobias Hörig am Klavier laden uns zudem auf einen jazzigen Streifzug durch 5 Jahrzehnte Bandgeschichte, über Kompositionen Günter Hörigs und anderer Bandmitglieder bis hin zu Jazzstandards aus dem riesigen Repertoire der Band ein.

14/ 10 Euro


Vorschau Juni


Mittwoch, der 03. Juni um 20 Uhr

"ZeitenBuch. Seitenweise Politik"

Maaz, Hans-Joachim
"
Das gespaltene Land. Ein Psychogramm"

Die Menschen in Deutschland haben Angst vor einer Spaltung der Gesellschaft. Über achtzig Prozent der Bevölkerung machen sich große Sorgen, dass die gesellschaftlichen Gruppen weiter auseinanderdriften. Auch in der Debatte um die Gründe dafür setzt sich die Spaltung weiter fort. Hans-Joachim Maaz, seit seinem Buch "Der Gefühlsstau" ein gefragter Analytiker ost- wie westdeutscher Befindlichkeiten, macht hierfür eine zu geringe innerseelische Verankerung der Demokratie verantwortlich.
Er erklärt das gespaltene Deutschland aus der tiefen Selbst-Entfremdung großer Teile der west- wie der ostdeutschen Bevölkerung. Den neuen Rechtsruck sieht Maaz nicht als die eigentliche Krankheit unserer Gesellschaft, sondern als Symptom einer Spaltung, die tiefer reicht als die herkömmlichen Gegensätze von links und rechts, fortschrittlich und reaktionär, Ost und West, Traditionalismus und Globalismus. Wer etwas gegen die Vertiefung der Spaltung unternehmen will, darf sich nicht auf eine der beiden Seiten schlagen, sondern muss die Psychodynamik der Spaltung selbst untersuchen und entkräften. Wären wir wirkliche Demokraten, würden wir weniger in Entweder-oder- und mehr in Sowohl-als-auch-Beziehungen denken. Unsere jetzige Situation ist laut Maaz die Quittung dafür, dass wir uns mit einer nur äußeren politischen Demokratie begnügt haben.

Hans-Joachim Maaz, Bestsellerautor und seit 40 Jahren praktizierender Psychiater und Psychoanalytiker, war Chefarzt der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Diakoniekrankenhauses Halle. Er ist ein gefragter Analytiker insbesondere der gesellschaftlichen Befindlichkeit in Ostdeutschland.

10/ 8 Euro

+ + + Ausverkauft + + + evtl. Restkarten an der Abendkasse + + +


Mittwoch, der 17. Juni um 20 Uhr

Autorenlesung
Uwe Tellkamp 
"Das Atelier"

Bilder mit Worten malen – man könnte meinen, dies geschähe, liest man Tellkamps Texte. Das Atelier gewährt faszinierende Einblicke in die Bilder und Welt der sächsischen –insbesondere Dresdner – Kunstszene, freilich nicht als Report oder schieres Abbild, sondern als Dichtung und Wahrheit: auf irrisierende Weise stets auch das Ganze bedenkend.

Uwe Tellkamp, 1968 in Dresden geboren, studierte in Leipzig, New York und Dresden Medizin und arbeitete als Arzt an einer unfallchirurgischen Klinik. 2000 erschien sein Debütroman "Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Cafe". Für seine Lyrik bereits mehrfach ausgezeichnet, erhielt Uwe Tellkamp 2004 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2008 wurde er für seinen Roman "Der Turm" mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

10/ 8 Euro 

+ + + Ausverkauft + + + evtl. Restkarten an der Abendkasse + + +


Freitag, der 19. Juni um 20 Uhr
Autorenlesung / Buchpremiere
Jörg Bernig 
"An der Allerweltsecke" 

»Soʼne Geschichten« sind das, die uns der Lyriker und Romancier Jörg Bernig in seinen Essays erzählt. Ihn führen Streifzüge auf den Balkan und ins östliche Mitteleuropa, in Zonen der Verwerfungen und Brüche, die Bernig als zerfurchte, doch damit eben auch fruchtbare Äcker kenntlich macht: Aus ihnen wuchs und wächst, bei allem Streit, die kulturelle Vielfalt Europas. Sei es beim Besuch der serbischen Hauptstadt Belgrad, bei der Fahrt durch Bosnien und Herzegowina, beim Gang auf den schlesischen Zobtenberg oder mit Blick aufs böhmische Isergebirge: Bernig gelingt es, aus den Landschaften heraus Geschichte und Zusammenhänge anschaulich zu entwickeln und dies mit einer grundlegenden Reflexion zu verknüpfen. Damit sind seine Essays Versuche im besten Sinn – aus dem Versuch, ein europäisches Erbe kritisch zu wägen, entsteht so die Versuchung, sich dem grassierenden Geschwätz zu entziehen und die eigenen Grundlagen selbst zu bedenken.

Jörg Bernig, geboren 1964, nach dem Studium mehrjähriger Aufenthalt in Schottland und Wales. Promotion an der FU-Berlin. Für seinen ersten Roman "Dahinter die Stille", Stuttgart 1999, erhielt er den Förderpreis zum Friedrich-Hölderlin-Preis 2000. Bernig ist Lyriker, Romancier, Essayist und gehört u. a. der Bayerischen Akademie der Schönen Künste an. Der Autor lebt in Radebeul. 

10/ 8 Euro 

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